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Baal

„Man muß Zähne haben, dann ist die Liebe, wie wenn man eine Orange zerfleischt, daß der Saft einem in die Zähne schießt.“

Er ist ein Genie! Er will absolute Freiheit! Und dafür ist er bereit alles zu opfern…

Baal ist der neue Stern am Dichterhimmel. Die High Society liegt ihm zu Füßen, die Frauen sind ihm reihenweise verfallen. – Er knickt sie um wie wertlose Blumen. Unstillbar ist sein Hunger nach Leben. Als sich eine Geliebte seinetwegen in den Fluß stürzt und Baal seinen besten Freund mit einem Messer tötet, ist der Freiheitsjäger jedoch plötzlich der Gejagte…

Mit Bertolt Brechts frühem Stück „BAAL“ präsentierem die Immoralisten den zweiten Teil ihres mehrfach geförderten Projekts Pulverfass: Weimar!, das sich drei Ausprägungen des Theaters der Weimarer Republik widmet. Nach dem großen Gesellschaftspanorama „HOPPLA, WIR LEBEN!“ von Ernst Toller, steht im zweiten Bild des Triptychons der Theaterrevolutionär Bertolt Brecht im Fokus. „Baal“ gilt vielen als sein bestes Stück! Die IMMORALISTEN zeigen es in einer faszinierenden Neuinszenierung mit großem Schauspielensemble und Live- Musik.

Gefördert durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie des Kulturamts der Stadt Freiburg im Rahmen der Konzeptionsförderung und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Besetzung:
Baal: Markus Schlüter
Eckart: Jochen Kruß
Emilie: Anna Tomicsek
Mech: Uli Herbertz
Piller: Antonio Denscheilmann
Pschierer: Daniel Leers
Johannes: Uwe Gilot
Johanna: Chris Juliane Meiser
Sophie: Christina Beer
Mjurk: Uli Winterhager
Lupu: Maximilian Meiser

Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

Musik:
Komposition & Piano: Florian Wetter
Cello: Hannah Schwegler
Vocals & E-Bass: Markus Schlüter

Assistenz:
Jula Bruckbauer
Konradin Köchling

Fassung der Uraufführung, 1922.
Die Aufführungsrechte liegen beim Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main.

ab 25. April 2013

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Waisen

„Wir sind auf uns selbst gestellt. Da draußen ist nichts. Als wären die alle auf einen anderen Planeten gebeamt worden und hätten uns mit den Monstern zurückgelassen.“

Mit blutverschmierten Händen platzt der junge Liam ins Candlelight-Dinner seiner Schwester Helen und deren Ehemann Danny. Einen Mann habe er niedergeschlagen auf der Straße gefunden. Danny möchte sofort die Polizei alarmieren, doch die Geschwister reagieren panisch – schließlich ist Liam in der Vergangenheit mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und darf daher um keinen Preis in die Sache verwickelt werden. Man versucht die Sache herunterzuspielen, doch je mehr Liam redet, desto klarer wird: an seiner Geschichte ist kein Wort wahr.

Dennis Kellys Kammerspiel von 2009 ist ein meisterhaft konstruiertes Psychodrama! Mit raffinierter Dialogführung zeigt er auf, wie sich moralisch integeres Handeln von äußeren Zwängen und Abhängigkeiten korrumpieren lässt. Auf einer tieferen Ebene ist das Stück eine kompromisslose Parabel über wohlmeinende Rechtsstaaten, die gegen den eigenen Willen in einen abstrusen Kampf gegen den Terror verwickelt werden …

Besetzung:
Liam: Markus Schlüter
Helen: Veronika Sautter
Danny: Florian Wetter

Regie: Manuel Kreitmeier
Assistenz: Konradin Köchling

Deutsch von John Birke.
Die Aufführungsrechte liegen beim Rowohlt Theaterverlag, Reinbek.

ab 07. Februar 2013

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Spielzeit 2012/13

Starke Stücke haben wir gesucht. Stücke, die uns alle angehen, am Puls der Zeit sind, kein Blatt vor den Mund nehmen. Stücke, die zu uns passen – hier sind sie:

Wir widmen Sommer und Herbst dem Volksstück. Ein faszinierendes Genre!

Ödön von Horváth ist in dieser Hinsicht ein Meister seines Fachs. Am Mikrokosmos Oktoberfest zeigt er in Kasimir und Karoline (Sommer 2012), wie die Menschen plötzlich im Würfelbecher durcheinander geschüttelt werden, wenn nur genug Alkohol und Versuchung im Spiel ist, und sich in abstrusen Konstellationen neu zusammenfinden.

Versuchung ist übrigens das Stichwort für Heimarbeit (ab 27.9.) von F.X. Kroetz. Martha erwartet ein uneheliches Kind. Ihr Gatte Willy ist davon wenig begeistert. Doch Abtreibung ist keine Heimwerkertätigkeit: Hier finden wir sie wieder, die schwarzen Löcher in den Wohnzimmern dieser Welt …

Der Woyzeck (ab 8. 11) von Georg Büchner fügt sich wie von selbst in diese Reihe. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, er sei eine Art Volksstückurahn. Ein realer Mordfall hat Büchner inspiriert. Das Ergebnis ist das Labor einer Menschenversuchsanordnung, die ihren Protagonisten in die Zwischenwelt von Wirklichkeit und Wahnsinn treibt.

Wie eine Laborsituation erscheint auch Dennis Kellys Waisen (ab 25.4.2013). Die Geschichte eines Unfalls beginnt harmlos, doch artet im Laufe des Abends aus zur atemberaubenden Parabel über Fremdenhass und Terrorismus.

Parabelhaft und wie ein Psychogramm über die junge verlorene Generation der Weimarer Zeit wirkt Bertolt Brechts frühes Stück Baal (ab 7.2.2012). Wir zeigen es als zweiten Teil unseres geförderten Triptychons „Pulverfass: Weimar!“ mit neu komponierter und live aufgeführter Bühnenmusik.

Last not least: Alles andere als ein Museumsstück ist Lessings Emilia Galotti. Ein anarchischer Prinz und seine gewissenenlose Hofschranze erobern ein tugendhaftes Mädchen und gehen dabei ans Äußerste.

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Woyzeck

„Woyzeck, es schaudert mich, wenn ich denke, daß sich die Welt an einem Tag herumdreht.“

Der einfache Soldat Woyzeck ist Proband eines perfiden Menschenexperiments. Um seinen mageren Sold aufzubesser, verkauft er sich an einen Doktor, der ihm nichts als Erbsen zu essen gibt. Die Mangelernährung schürt dabei lediglich dessen langsam heranreifenden fixen Ideen. Als Woyzeck die drei hart verdienten Groschen nach Hause zu seiner Geliebten trägt, entflammt die Eifersucht in ihm: Vor dem Spiegel sitzt seine Marie mit einem wertvollen Paar Ohringe von einem fremden Mann: Mord liegt in der Luft…

Lediglich Blätter mit Einzelszenen hat der jung verstorbene Georg Büchner auf seinem Schreibtisch hinterlassen. Der fragmentarische Charakter des Stückes inspiriert auch uns: Mit sieben Schauspielern und einer ausgeklügelten Bühnenkonstruktion wagen wir das Experiment mit dem Experiment und zeigen pünktlich zu Büchners 200. Geburtstag WOYZECK in einer spannenden Neuinszenierung.

Und das schreibt die Presse:

„Manuel Kreitmeier isnzeniert auf der Bühne der Immoralisten einen radikalen Woyzeck.“ (BZ). Die ganze Kritik lesen Sie hier

„Eine schmissig freche, moderne und vor allem brillante Inszenierung. (…) Die Immoralisten zeigen Theater, wie es sein soll – mitreißend, provokativ und unterhaltsam“ (FIPPS)

„Überhaupt ist in diesem feinen kleinen Theater irgendwie alles so, wie man es liebt; ein wenig Glamour, aber nicht zu viel, und vor allem eine super Truppe, deren echte Liebe zum Theater sich unmittelbar auf das Publikum überträgt…“ (KULTURJOKER)

Die Bilder zur Produktion stammen von Frank Müller/ tisento.de

ab 22. November 2012

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Heimarbeit

„Stell ihn in die Sonne. Wenn er mitgeht, bleib ich daheim.“

Willy hat’s vom Moped geschmissen. Jetzt ist er arbeitslos und Unterschicht. Bei Martha war’s keine Absicht, aber während Willys Krankenhausaufenthalt ist es halt passiert. Mit einem anderen Mann. Malheur! Willys Rat: „Meine Mutter hat sich drei Kinder mit einer einfachen Stricknadel abtriebn.“ Gesagt, getan. Doch das Plag kommt und hat zwei Beulen auf dem Kopf. Die Monika hat keine Beulen, die ist nämlich von Willy. Ein Kind zuviel also. Und die Heimarbeit hat gerade erst angefangen …

Bös-satirisches Volksstück vom Kultautor, Journalisten, Schauspieler und ewigen Wunddaumen Franz Xaver Kroetz, bekannt als Baby Schimmerlos aus der von ihm verfassten Fernsehserie Kir Royal.

Und das schreibt die Presse:

„Das differenzierte Regiekonzept und die hingebungsvolle Schauspielleistung überzeugen einmal mehr im Theater der Immoralisten – das Team hat die 40 Jahre alte Textvorlage klug durchdrungen und daraus ein packendes, heutiges Drama gemacht.“ (BZ)

ab 27. September 2012

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Aufführungsrechte bei Kroetz Dramatik, Altenmarkt.

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Kurse

Auf vielfachen Wunsch bieten wir ab Herbst Kurse und Workshops in vielen unterschiedlichen Bereichen an.

Dabei richten wir uns nicht nur an SchauspielerInnen und diejenigen die es werden wollen, sondern auch und gerade an Leute, die in ihrem Beruf und Alltag Körper und Stimme verstärkt einsetzen und in der Öffentlichkeit stehen.

Unser Angebot umfasst dabei diverse Profitrainings, Einstiegs- und Aufbaukurse zu allen wichigen Themen:

Körperwahrnehmung
Bühnenpräsenz
Atemtechnik
Stimme
Sprechen
Textvortrag & Gestaltung
Präsentationstraining
Schauspiel & Performance
Rollenarbeit
Improvisation

Auf Anfrage können Kurse individuell oder für Kleingruppen nach Bedarf abgestimmt werden!

Kontakt: info@immoralisten.de