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Jedermann

Jedermann liebt schnelle Autos, schöne Frauen und lebt unbekümmert in den Tag hinein. Das Schicksal seiner Mitmenschen ist ihm egal. Er frönt lieber dem Genuss, der Liebe und dem Wohlstand. Doch an der Party zu seinem 40. Geburtstag überrascht ihn plötzlich der Tod und fordert ihn auf mitzukommen. Jedermann ist entsetzt. Er ist nicht bereit zu sterben und vor Gottes ewiges Gericht zu treten. Deshalb handelt er mit dem Tod eine Frist von einer Stunde aus. Doch Jedermanns Freunde sind bereits über alle Berge und auch das Geld, verkörpert in der allegorischen Figur des Mammon, ist nicht bereit seinem Herrn weiterhin zu folgen. Da bietet sich Jedermann ein letzter Ausweg an…

Berühmt geworden als Kultstück der Salzburger Festspiele, ist der „Jedermann“ nun auch in Freiburg bei den Immoralisten zu sehen.

Die fantastische KRITIK in der BZ können Sie –> HIER lesen!

Fotos: Manuel Kreitmeier & Frank Müller

Besetzung:

Jedermann: Jochen Kruß
Buhlschaft/ Teufel: Chris Meiser
Der Tod: Florian Wetter
Mammon/ Dicker Vetter: James Foggin
Guter Gesell: Sebastian Ridder
Armer Nachbar: Uli Winterhager
Jedermanns Mutter: Verena Huber
Schuldknecht/ Dünner Vetter: Antonio Denscheilmann
Des Schuldknechts Weib/ Der Glaube: Christina Beer

Regie/ Bühne: Manuel Kreitmeier

Premiere: 18. Juli 2019

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1919 – Die Vier

Paris 1919, Hotel Bischoffsheim. Vier Menschen betreten den abgedunkelten Raum mit den schweren Louis- Philippe- Möbeln. Einer bleibt vor der Karte an der Wand stehen. Eine Lampe glimmt. Ein hagerer Mann, er erinnert an einen Priester, ergreift feierlich das Wort:

„Madame – Gentlemen! Die Uhr tickt. Gestern, in den Ruinen von Soissons, fragte mich eine verzweifelte Frau: ‚Wann werden Sie uns endlich Frieden geben, Mr. President´. Deshalb habe ich Sie in dieses Zimmer gebeten. Es liegt an uns. Wir sind die vier wichtigsten Alliierten. Wir Vier sollten die Sache selbst in die Hand nehmen und die entscheidenden Probleme unter uns diskutieren: die Reparationsfrage, die Frage nach dem Schutz Frankreichs und die italienische Grenze entlang der Adria. Wenn uns das gelingt, ist der Rest ein Kinderspiel!“.

Hundert Jahre später. Wir blicken zurück: Der dritte Teil unserer Trilogie über den Ersten Weltkrieg lässt uns teilhaben an der Ausarbeitung des Versailler Friedensvertrags und zeigt vier Akteure, die das künftige Schicksal der Welt zu bestimmen haben und letztlich zum Scheitern verurteilt sind. Die Auswirkungen dieses Vertrags und sein Konfliktpotential spüren wir bis heute. Ein Politthriller im Kammerspielformat:  Spannend, noir und politisch brisant.

Die tolle KRITIK in der BZ lesen Sie –> HIER

TRAILER zu „1919 – Die Vier“ !

Natürlich ist „1919“ ein völlig eigenständiges Stück und kann ohne Information aus den ersten beiden Teilen der Trilogie gesehen werden. 

Fotos: Manuel Kreitmeier

Besetzung:

Woodrow Wilson: Florian Wetter
Madame Clemenceau: Anna Tomicsek
Lloyd George: Markus Schlüter
Vittorio Orlando: Jochen Kruß

Buch: Manuel Kreitmeier & Florian Wetter
Regie/ Bühne: Manuel Kreitmeier

Dauer: 85 Minuten, ohne Pause

Gefördert durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, das Kulturamt der Stadt Freiburg im Rahmen der Institutionsförderung und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

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Jekyll & Hyde

Eine Polizeistation in London. Es herrscht Ausnahmezustand. Die Zeugen geben sich die Klinke in die Hand: Ein brutaler Gewalttäter treibt sein Unwesen in der Stadt. Der Inspektor ist verwirrt von den Fakten. Bei dem Täter handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen gewissen Mister Hyde. Doch Hyde selbst bleibt ein Phantom. Eben noch am Tatort, ist er im nächsten Moment wie vom Erdboden verschluckt. Die Spur führt zum Haus des ehrenwerten Doktor Jekyll, einer wissenschaftlichen Koryphäe. Dem Inspektor dämmert ein schrecklicher Verdacht. Sollten Doktor Jekyll und Mister Hyde etwa identisch sein?

Robert Louis Stevenson berühmte Novelle ist die Vorlage zu unserer Studie über das Gute und Böse in jedem von uns. In Zeiten der politischen Correctness ist der „Gutmensch“ unser höchstes Ideal. Doch Wut und Aggression sind im Menschen selbst verankert. Wir sind Teil einer schizophrenen Gesellschaft, deren tolerantes Verhalten auf Sand gebaut ist.

Die fantastische KRITIK in der BZ lesen Sie –> HIER

Besetzung:

Dr. Jekyll: Daniel Leers
Mr. Hyde: Jochen Kruß
Kommissar Lohmann: James Foggin
Frau Beckmann, eine Mutter/ Die Prostituierte: Chris Meiser
Elsie Beckmann / Poole: Christina Beer
Utterson, ein Anwalt: Max Färber
Dr. Lanyon, Rektor der Universität: Antonio Denscheilmann
Der Politiker: Uli Winterhager
Die Frau des Politikers: Gabriele Rissler
Frau Ramirez: Verena Huber
Liwan, ein Ausländer: Yazmurad Hajiyev

Musik: Hannah Schwegler
Text/ Regie/ Bühne/ Video: Manuel Kreitmeier

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Unterm Birnbaum

Abel Hradschek, Gastwirt im Dorf Tschechin, ist hoch verschuldet. Als ein polnischer Handlungsreisender den Gasthof besucht, bietet sich ihm die perfekte Chance schnell an Geld zu kommen: Er bringt den Fremden kurzerhand um, und vertuscht den Mord als Unfall. Den Dorfbewohnern erzählt er von einer plötzlichen Erbschaft seiner Frau. Allerdings hat eine Nachbarin den Gastwirt nachts unterm Birnbaum eine Kiste vergraben sehen. Was nun beginnt ist ein Krimi mit Heimatfilmcharakter: Abel manipuliert geschickt die Meinung und Handlungsweise des Dorfes, doch mit seinem eigenen Aberglauben und einem Spuk, der bald darauf in seinem Keller beginnt, hat er nicht gerechnet.

Theodor Fontanes Meisternovelle „Unterm Birnbaum“ in einer kongenialen Theaterfassung der IMMORALISTEN ist Open- Air- Theater pur. Denn neben einem Birnbaum mit Leiche, Geistern im Keller und einer handfesten Wirtshausgesellschaft, hat dieser Krimi überdies das Zeug zur Gesellschaftssatire.

Die Badische Zeitung schreibt:

„Fontane hat mit „Unterm Birnbaum“ 1885 eine Kriminovelle geschrieben, die als Psychogramm eines Täters, aber genauso als Soziogramm seiner Umgebung zu lesen ist. Und genau das weiß Regisseur Kreitmeier zu nutzen: Er stellt Fontanes Figuren, die sich bereits durch ihre gekürzten aber weitgehend im Original belassenen Dialoge entlarven, exemplarisch und mit der Zeit anverwandelten Kostümen auf die Bühne. Das ist, dank sensibler Schauspielführung, dank feiner Darstellerleistungen bis in die kleinen Nebenrollen und dank des Hangs der Immoralisten zu schwarzem Humor und zur Zuspitzung, oft sehr komisch.“ 

Besetzung:

Abel: Jochen Kruß
Ursel: Chris Meiser
Mutter Jeschke: Verena Huber
Szulski / Justizrat / Buggenhagen: James Foggin
Ede: Yazmurad Hajiyev
Jakob / Bauer Kunicke / Gendarm Gelhaar: Antonio Denscheilmann
Frau Mietzel: Michaela Schüürmann
Frau Quaas / Male: Christina Beer
Pastor Eccelius / Bauer Mielke: Florian Wetter

Buch / Regie / Bühne: Manuel Kreitmeier

Bühnenkonstruktion: Markus Wassmer

Fotos: Manuel Kreitmeier / Norbert Steinhöfel

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1917 – Russisches Roulette

„Der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, erzeugt stets die Hölle.“ (Karl Popper)

Russisches Roulette – die Gameshow auf Leben und Tod. Sieben Kandidaten kämpfen um die Herrschaft über Russland und ihr politisches Überleben.

1917: Zar Nikolas II. ist unfähig sein Land aus der Krise zu führen und lässt die Aufstände in Russland blutig niederschlagen. Als die Revolution ausbricht, bleibt ihm keine andere Wahl, als abzudanken. Die Mitglieder der Duma und der neugegründete Arbeiter- und Soldatenrat ringen von nun an um die Macht und eine neue Regierung. Fernab in Zürich sitzt der Exilrevolutionär Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, der den Anbruch eines neuen Zeitalters verkündet. Doch ihm sind die Hände gebunden – er darf nicht ausreisen. Da fädelt ein Kompagnon aus alten Tagen mit dem Deutschen Kaiserreich ein Geschäft ein. Die kriegsgeschwächten Deutschen wittern die Gelegenheit, Russland durch die Bolschewiki nachhaltig zu destabilisieren. Es fließen Million und Lenin darf ungehindert Deutschland passieren. Doch als er in Petrograd eintrifft, hat das Spiel gerade erst begonnen …

Die Immoralisten laden ein zu einer Partie „Russisches Roulette“. Zu Gast sind die führenden Köpfe der Russischen Revolution. Unter ihnen Zar Nikolaus II., Lenin, Trotzki und der Schwarzmarktkönig Alexander Parvus. Regeln gibt es keine. Alle Mittel sind erlaubt. Willkommen zum zweiten Teil von Kreitmeier & Wetters Weltkriegstrilogie über das Jahr 1917, das den Lauf der Geschichte für immer verändern wird!

„Ein irres Spiel – überaus gelungen“ (BZ) Die ganze KRITIK der Badischen Zeitung gibt es hier zu lesen –> KRITIK

Besetzung:
Destiny’s Child, Moderator: James Foggin
Tatjana: Anna Tomicsek
Lenin: Florian Wetter
Miljukow/ Trotzki: Markus Schlüter
Zar Nikolaus II./ Kerenski: Jochen Kruß
Parvus/ Kornilow: Daniel Leers

Text: Florian Wetter / Manuel Kreitmeier
Regie / Bühne:
Manuel Kreitmeier

Premiere: 11. Oktober 2018

Dauer ca. 90 Minuten, keine Pause.
Karten zu € 20,- und € 13,- (ermäßigt).

Gefördert durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, das Kulturamt der Stadt Freiburg im Rahmen der Institutionsförderung und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

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Das Bildnis des Dorian Gray

„Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben.

Der Künstler Basil Hallward hat eine neue Muse. Der schöne Dorian Gray hat ihm den Kopf verdreht und lässt ihn zu künstlerischer Hochform auflaufen: Sein Portrait des jungen Mannes wird ein Meisterwerk! Im Atelier leistet der Dandy Lord Henry Wotton den beiden Gesellschaft. Einem Teufel gleich, schwingt er sich auf zu einer Tirade über Schönheit, Lust und Exzess als den einzig lebenswerten Prinzipien des Seins. Dorian ist lichterloh entflammt. Als er im fertigen Bild sein Antlitz erblickt, wünscht er sich, er möge für immer so aussehen wie jetzt, und nur sein Bild solle altern. Sein Wunsch wird erhört, dafür hat er seine Seele verkauft.

In Zeiten von Instagram und Facebook ist Oscar Wildes Roman aktueller denn je. Narzissmus und Jugendwahn sind die Fallen, die der irische Dichter nur allzu gut kannte und zu einem modernen Märchen verflocht. Heute ist „Das Bildnis des Dorian Gray“ einer der ganz großen Klassiker der Weltliteratur. Die Immoralisten zeigen eine eigene Theaterfassung.

Die tolle KRITIK der BZ zur Premiere lesen Sie –> HIER 

Besetzung:

Dorian Gray: Chris Meiser
Lord Henry Wotton: Markus Schlüter
Basil Hallward: Jochen Kruß
Sybil Vane: Christina Beer
James Vane/ Mr. Wilde: Antonio Denscheilmann

Buch, Regie & Bühne:
Manuel Kreitmeier
Musik (Komposition & Synthesizer):
Florian Wetter

Premiere: 29. Dezember 2018

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Mrs Dalloway

„Ich bin ein abgekratzter Partyteller und es spielt keine Rolle, ob ich für die nächste Party abgewaschen werde oder zerbreche.

Ein strahlender Frühlingstag in London: Clarissa kauft Blumen für ihre Gartenparty. Zwei besondere Gäste werden kommen. Ihre Jugendliebe Sally und Peter Walsh – der Mann den sie fast geheiratet hätte. Beide hat sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Ihr jetziges Leben an der Seite des Unterhausabgeordneten Richard Dalloway empfindet sie als große Enttäuschung. Die Erinnerungen überwältigen sie: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen und öffnen das Tor zu einem Universum, das ihr eigener Geist ist. In der U- Bahn trifft sie auf einen traumatisierten Soldaten aus Afghanistan. Keiner von beiden ahnt jedoch die Folgen dieser Begegnung für den jeweils anderen…

Mrs Dalloway ist einer der großen experimentellen Romane des 20. Jahrhunderts. Virginia Woolf gräbt Tunnel in die Psyche ihrer Figuren, die sich in der Tiefe zu einem Höhlensystem verbinden. Alles hängt miteinander zusammen. Wir schreiben diese magische Fantasie über Raum und Zeit für die Bühne neu und gehen auf eine Achterbahnfahrt des Stream of Consciousness unseres Hier und Jetzt.

Lesen Sie HIER die Kritik von Bettina Schulte in der Badischen Zeitung !

Die Kritik im KULTURJOKER finden Sie HIER !

Besetzung:

Clarissa Dalloway: Anna Tomicsek
Richard Dalloway: Uli Winterhager
Peter Walsh: Florian Wetter
Sally Seton: Lena Müller
Septimius Warren Smith: Jochen Kruß
Reza Warren Smith: Christina Beer
Dr. Bradshaw/ Evans: Sebastian Ridder

Buch & Konzeption: Florian Wetter

Regie & Bühne: Manuel Kreitmeier

Premiere: 25. April 2019

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Nora oder Ein Puppenheim

„So wie ich jetzt bin, bin ich keine Frau für Dich!

Nora hat es geschafft! Sie lebt in Saus und Braus an der Seite ihres Mannes Torvald Helmer, eines erfolgreichen Aufsteigers in der Bankbranche. Die repräsentative Hausfrau steht im Ruf, eine Verschwenderin zu sein, die der Yuppie sich im goldenen Käfig hält. Nora spielt die Rolle des naiven Frauchens exzellent. Doch hinter der Fassade verbirgt sie ein dunkles Geheimnis: Als Helmer mit Burnout darniederlag, fälschte sie die Unterschrift ihres Vaters, um so bei einem Angestellten Helmers ein Darlehen zu erwirken. Doch dem Geldverleiher droht die Entlassung aus der Bank und so greift er zum letzten Mittel: Erpressung! Nora soll die Entlassung verhindern, andernfalls wird er den Betrug auffliegen lassen und Noras Familie zerstören…

Ein Villa in Kalifornien, als Sinnbild für Erfolg und Leistung in einer Welt der Reichen und Schönen, ist die Kulisse unseres Sommer-OpenAirs! Vor sieben Jahren hatten wir bereits das Vergnügen mit Ibsens Kultstück über Rollenbilder und Emanzipation. Für unsere neue Version haben wir ein paar Dinge gehörig auf den Kopf gestellt. Bei uns ist Weihnachten jetzt im Sommer, Helmer ist eine Frau und Nora ein Mann. Wir können es kaum erwarten, dieses explosive Gemisch in Brand zu setzen …

Die Hälfte der Plätze ist beim OpenAir überdacht. Sollte die Vorstellung aufgrund der Wetterlage unzumutbar sein, behalten wir uns vor nicht zu spielen. Karten können dann nach Wunsch umgetauscht werden.

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Freiburg im Rahmen der Institutionsförderung und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Das Plakatfoto stammt von Andreas Lörcher.

Die begeisterte Premierenkritik der BZ gibt es HIER –>

Eine weitere Besprechung auf Stadtbesten finden Sie HIER

„Großartige Regie (…), tolles Bühnenbild (…), phänomenales Ensemble“ (Kulturjoker Freiburg)

Einige Hörproben aus der Inszenierung gibt es im Radiobeitrag auf Radio Dreyeckland –> HIER

Besetzung:
Helmer: Lena Müller
Nora: Jochen Kruß
Frau Linde: Verena Huber
Krogstad: Florian Wetter
Dr. Rank: Uli Winterhager

Regie/ Bühne: Manuel Kreitmeier

Bühnenkonstruktion: Markus Wassmer

Premiere: 13. Juli, 20.30 Uhr.

 

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1914 – Countdown zum Krieg

„Der Besuch des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajevo stand von Anfang an unter keinem guten Stern….

Die serbische Untergrundorganisation „Schwarze Hand“ plant ein Attentat auf das österreichisch-ungarische Thronfolgerpaar Franz-Ferdinand und Sophie. Schon vor Wochen sind Bomben und Pistolen über die Grenze geschmuggelt worden, und nun, am 28. Juni 1914, sollen sieben junge Terroristen bereitstehen, wenn die Wagenkolonne mit den Zielpersonen die Prachtstraße in Sarajevo zum Rathaus fährt. Nichts läuft nach Plan – alles misslingt. Doch das Schicksal hat beschlossen, dass die Welt auf den Kopf gestellt wird. Das Paar wird erschossen und Österreich schmiedet Rachepläne. Deutschland versichert volle Unterstützung, was immer die Österreicher unternehmen, und Russland stellt sich hinter seine slawischen Brüder. Doch so sehr sich alle gegenseitig friedliche Absichten versichern: Längst ist klar, dass die Bombe tickt. Und wenn sie explodiert, wird die Welt nicht mehr dieselbe sein …

Mit „1914“ wagen die Immoralisten sich an die Darstellung der spinnengewebten Vernetzungen am Vorabend des Ersten Weltkriegs, die alles sind: Thriller, Farce und absurdes Theater auf großer Weltbühne.

Zum Stück:

Sarajevo ist der Ort, an dem der Student Gavrilo Princip den österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und dessen Frau Sophie ermordet. Mit diesem Attentat beginnt am 28. Juni 1914 jene Bombe zu ticken, deren Explosion die ganze Welt für immer verändern wird. Hundert Jahre später blicken wir zurück. Nicht aus Nostalgie. Wir blicken in die Welt von heute und sehen eine erschreckend anwachsende Zahl von nationalistischen Egomanen in mächtigen Staatsämtern und eine noch größere Anzahl von großmannsüchtigen Schranzen, die gerne große Staatsmänner wären. Nationalismus ist das Thema der Stunde, der Finger am Abzug scheint auch heute wieder erstaunlich locker zu sitzen. Doch sind die mächtigen Männer unserer Zeit, die Erdogans, Trumps und Putins wirklich gefährliche Despoten? Sind sie den impotenten Säbelrasslern von damals, den Wilhelms mit ihrem Federbusch und ihrer großen Klappe nicht viel näher? Krieg will doch eigentlich keiner. Und doch marschieren 1914 plötzlich die Truppen, fällt der ersten Schuss dieser größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Und heute? Steht wieder Krieg vor der Tür?

Die Welt vor hundert Jahren ist uns nah und fremd zugleich. Ein Kostümball mit Säbelrasseln, Kavallerie und Operettenbällen. Der Zweite Weltkrieg ist aggressiver und wird von antagonistischen Ideologien bestimmt. Der Erste Weltkrieg jedoch ist ein Krieg der Nationalismen und erscheint zu keinem Zeitpunkt zwingend. Traumwandlerisch driften die Akteure durch die Wochen nach dem Attentat und folgen den vielfältigen Bündnislinien die sich rot leuchtend über die Landkarte spreizen. Der Schuss in Sarajevo bringt den Zeitzünder in Gang. Die Bombe tickt. Die Herrscher der Nationen werfen sich die Bombe gegenseitig zu, keiner versucht sie zu entschärfen. Wir verfolgen beide Wege bis zur Explosion: die Planung des Attentats bis zur Ausführung und die Reaktion auf das Attentat bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs: Das ist unser Stück.

Gefördert durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, das Kulturamt der Stadt Freiburg im Rahmen der Institutionsförderung und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Besetzung:
Kaiser Wilhelm II/ Franz Ferdinand: Markus Schlüter
Zar Nikolaus/ Gavrilo Princip: Jochen Kruß
Sophie, Graf Berchtold: Natalja Althauser
Graf Harrach/ Tschirschky u.a.: Max Färber
Apis/ Franz Josef/ Poincaré/ Szögyenyi u.a.: Uli Herbertz / Daniel Leers
General Moltke: Florian Wetter
Erzähler: Manuel Kreitmeier

Text: Florian Wetter / Manuel Kreitmeier
Regie / Bühne:
Manuel Kreitmeier
Komposition / Synthesizer: Florian Wetter
Cello / Elektronik:
Hannah Schwegler

Premiere: 07. Oktober, 20.00 Uhr

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Der Prozess

„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.

Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn eines Morgens steht die Polizei in seiner Wohnung und verhaftet ihn. Weswegen er angeklagt ist, erfährt er nicht. Für K. beginnt ein Irrlauf durch die Labyrinthe von Bürokratie und Justiz. Mit allen Mitteln versucht er, sich gegen die Anklage zur Wehr zu setzen. Doch ist seine Verteidigung nur ohnmächtiges Schattenboxen gegen ein System, gegen das er unmöglich gewinnen kann.

Nach Schuld und Sühne wagen wir uns an eine weitere Romanbearbeitung für die Bühne. Franz Kafkas 1925 veröffentlichter Roman ist ein Meilenstein der Moderne. Wir lassen seine Welt im Theater real werden und nehmen unser Publikum mit auf die Reise durch eines der aufregendsten Spiegelkabinette der Weltliteratur.

Besetzung:
Josef K.: Jochen Kruß
Fräulein Bürstner/ Leni: Chris Meiser
Franz/ Titorelli: Sebastian Ridder
Willem/ Onkel u.a.: Antonio Denscheilmann
Advokat Huld/ Direktor-Stellvertreter: Florian Wetter
Aufseher/ Prügler/ Block u.a.: Uli Winterhager
Frau Grubach: Verena Huber / Gabriele Rissler
Mädchen: Aileen Rohde

Text: Florian Wetter
Regie / Bühne:
Manuel Kreitmeier

Bühnenkonstruktion: Markus Wassmer

Premiere: 16. Dezember, 20.00 Uhr

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Professor Bernhardi

„Nieder mit den Juden! haben sie geschrien.

Eine junge Frau ist nach provisorischer Abtreibung in Professor Bernhardis Privatklinik eingeliefert worden und liegt im Sterben. Kurz vor ihrem Tod gleitet sie in einen Zustand absoluter Euphorie. Ein katholischer Priester taucht ungebeten im Krankenhaus auf und möchte die letzten Sakramente sprechen, doch Bernhardi verweigert ihm den Zutritt zum Wohle der Patientin. Als diese kurz darauf verstirbt, wird der Vorfall zum öffentlichen Eklat. Zu viele Widersacher haben ein Interesse an Bernhardis Sturz. Der jüdische Arzt wird zur Zielscheibe in einer politisch-religiösen Schlammschlacht und droht alles zu verlieren: seine Klinik, seine Zulassung und seine Freiheit.

Wir verwandeln unser Theater in eine Privatklinik und bringen mit unserer bislang größten Besetzung die Lawine ins Rollen. Berufliche Mauscheleien, politische Ränkespiele, religiöse Machtkämpfe und private Intrigenspinnereien: Spannender kann auch die beste Krankenhausserie nicht sein!

Gefördert durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg sowie des Kulturamts der Stadt Freiburg im Rahmen der Institutionsförderung und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

„Und so laufen alle zu Höchstleistungen auf – Jeder für sich und gemeinsam im Ensemble. RUNDUM GELUNGEN! (BZ)

Die ganze KRITIK der Badischen Zeitung finden Sie –> Hier

Besetzung:
Professor Bernhardi: Florian Wetter
Dr. Ebenwald : Daniel Leers
Dr. Löwenstein / Hochroitzpointner / Freitag: Jochen Kruß
Dr. Tugendvetter / Dr. Goldenthal: James Foggin 
Dr. Filitz / Landrat Winkler: Uli Winterhager
Dr. Adler: Gabriele Rissler/ Michaela Schüürmann
Dr. Clara Bernhardi / Journalist: Christina Beer
Dr. Cyprian: Antonio Denscheilmann
Dr. Flint : Markus Schlüter
Dr. Wenger: Yazmurad Hajiyev
Pfarrer / Dr. Schreimann: Sebastian Ridder
Schwester Ludmilla / Dr. Pflugfelder: Verena Huber

Regie / Bühne:
Manuel Kreitmeier

Bühnenkonstruktion: Markus Wassmer

Premiere: 24. März 2018, 20.00 Uhr
Dauer: 2.45 Std. inklusive Pause nach dem 3. Akt.

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Hin und Her

Ferdinand Havlicek wird des Landes verwiesen, weil er bankrott ist. Zurück in sein Geburtsland kann er nicht, weil er die Antragsfrist versäumt hat. Nun tappt er auf einer Brücke im Niemandsland zwischen beiden Grenzen hin und her. Spielt den Boten für die Tochter des einen Grenzers, die sich ins gegenüberliegende Grenzorgan verliebt hat. Und findet sich wieder in einer bizarren Wunderwelt aus Bürokratie, Liebe, Weltpolitik und Rauschgiftschmuggelei, immer auf der Suche nach einer Heimat, die es doch irgendwo hinter einer dieser Grenzen geben muss …

Wie durch eine Zeitmaschine herübergebeamt, zeigt uns Horváths Komödie von 1934 ein Spiegelbild unserer Gegenwart und verhandelt dabei in seiner unnachahmlichen Weise ein drängendes Thema der Zeit im Gewand einer erfrischenden Satire. – Für die Immoralisten ein perfekter Stoff fürs diesjährige Sommerspektakel auf einer Brücke im Nirgendwo!

Die Hälfte der Plätze ist beim OpenAir überdacht. Sollte die Vorstellung aufgrund der Wetterlage unzumutbar sein, behalten wir uns vor nicht zu spielen. Karten können dann nach Wunsch umgetauscht werden.

Besetzung:

Ferdinand Havlicek: Jochen Kruß
Thomas Szamek, ein Grenzorgan: Daniel Leers
Eva, dessen Tochter: Soramonich Sam
Konstantin, auch ein Grenzorgan: Sebastian Ridder
Mrschitzka, ein Gendarm: Antonio Denscheilmann
Frau Hanusch/ X, der Chef der Regierung auf dem rechten Ufer: Anna Tomicsek
Ein Privatpädagoge/ Schmugglitschinski, ein Oberschmuggler: Uli Winterhager
Frau des Privatpädagogen/ Y, der Chef der Regierung auf dem linken Ufer/
Frau Leda: Florian Wetter

Regie: Manuel Kreitmeier
Bühne: Florian Wetter

Premiere am 14. Juli 2016, um 20.30 Uhr!

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Die Marilyn -Tapes

Happy birthday, Mr. President – happy birthday to you

Marilyn Monroe ist tot! Wahrscheinlich Selbstmord? Leere Tablettendöschen auf dem Tisch, ein tödlicher Mix aus Schlafmitteln in ihrem Blut. Doch warum hätte sie sich umbringen sollen, wo sie doch ihr Leben nach langer Zeit wieder im Griff hatte? War sie doch wildentschlossen, mit all den mächtigen Männern abzurechnen, deren Geliebte sie jahrelang gewesen war. Die Indizien häufen sich: Mord! Die Untersuchung des letzten Abends soll alles beweisen. Es ist 19 Uhr, und die Hauptverdächtigen geben sich die Klinke in die Hand: Der Psychiater Dr. Greenson, der Marilyn mehrmals täglich behandelte und dem wegen der Affäre mit seiner Patientin die Entziehung der Approbation droht. Der Schauspieler Peter Lawford, bester Freund der Monroe, mit dubiosen Kontakten zu Mafia. Und schließlich Senator Bobby Kennedy, dessen Image als Familienvater wegen seiner Liebschaft zu Marilyn im Fadenkreuz steht und der fürchtet, dass all die im Bett ausgeplauderten politischen Geheimnisse an die Öffentlichkeit geraten könnten. Denn damit wären er und sein Bruder, Präsident John F. Kennedy für immer erledigt. – Nur einer hat mitgehört: FBI-Chef J. Edgar Hoover. Er hat die Tonbänder, auf denen die letzte Nacht in Marilyns verwanztem Haus aufgezeichnet ist …

Ein verschwörungstheoretisches Feuerwerk über die Mechanismen von Macht und Showbusiness. Uraufführung mit Live- Musik !

Lesen Sie die begeisterte KRITIK der BZ zur Uraufführung !
Bobby Kennedy: Markus Schlüter
Dr. Ralph Greenson: Florian Wetter
Eunice Murray: Anna Tomicsek
Peter Lawford: Jochen Kruß
Pat Newcomb: Verena Huber
Lee Strasberg: Uli Herbertz

Text/ Regie/ Bühne: Manuel Kreitmeier
Musik: Hannah Schwegler (Komposition/ Cello/ Elektronik)

Premiere am 01. Oktober 2016, um 20.00 Uhr

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Schuld und Sühne

Bin ich eine Laus oder ein Mensch?

Der mittellose Student Raskolnikoff fühlt sich den anderen Menschen weit überlegen. Er glaubt, er habe das Recht einen Mord zu begehen, wenn dieser von höherer Warte gerechtfertigt sei. Mit dem Beil spaltet er den Schädel einer alten Wucherin, die er als unwertes Leben ausgemacht hat. Sein elitäres Ego ist befriedigt, doch das Gewissen schlägt zurück. Er fällt in einen Fieberwahn und als er wieder zu Bewusstsein kommt, plagt ihn ein drängendes Gefühl der Schuld, das in einen Widerstreit mit seinem Intellekt tritt. Er findet Halt bei der Prosituierten Sonja, doch das schlechte Gewissen kommt in Person des Kommissars Porfyrij über seine Türschwelle. Noch hat der Kommissar keine Beweise, aber er kann warten …
Der Glaube, Herr über Leben und Tod zu sein, ist in unserer Zeit wieder erschreckend in Mode gekommen. Dostojewski behandelt auf archetypische Weise den Urgrund terroristischen Denkens, das sich selbst als auserwählt ansieht. Ein zutiefst humanistischer Stoff, der uns die Schuppen von den Augen nimmt.
Wir zeigen Dostojewksis Jahrhundertroman in einer neuen Dramatisierung, bei der sich die Zuschauer in der Blackbox von Raskolnikoffs Psyche wiederfinden.

Nach Fjodor Michailowitsch Dostojewski.
Ein Stück von Florian Wetter.

–> Die KRITIK der Badischen Zeitung finden Sie HIER

–> Die KRITIK auf StadtBesten finden Sie HIER

Besetzung:

Raskolnikoff: Jochen Kruß
Marmeladow/ Porfyrij: Markus Schlüter
Pfandleiherin/ Sonja: Anna Tomicsek/ Christina Beer
Rasumichin/ Nikolai: Sebastian Ridder
Luschin/ Wirt: Daniel Leers/ Antonio Denscheilmann
Dunja/ Lisaweta: Chris Meiser
Mutter/ Katarina Iwanowna: Gabriele Rissler/ Verena Huber
Swidrigailow: Florian Wetter

Konzeption & Text: Florian Wetter
Regie/ Bühne: Manuel Kreitmeier

Premiere: 03. Dezember 2016

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Der Bau

„Wir sind fünf Freunde. Wir sind einmal hintereinander aus einem Haus gekommen. Seitdem leben wir zusammen. Es wäre ein friedliches Leben, wenn sich nicht immerfort ein Sechster einmischen würde. Er tut uns nichts, aber er ist uns lästig. Wir kennen ihn nicht und wollen ihn nicht bei uns aufnehmen.

Das Tier hat sich einen famosen Bau unter der Erde geschaffen. Eine labyrinthische Welt, in der alles aufs Trefflichste eingerichtet ist, reich ausgestattet mit kostbaren Vorräten und Schätzen. Hier kann das Tier sein, allein, ungestört und friedlich. Doch der Eingang ist ungeschützt und es gibt keine Verteidigungsanlagen – eine grobe Nachlässigkeit. Jetzt hört das Tier Geräusche von außen. Ein anderes Tier? Ob es friedlich ist? Oder will es etwa den Bau erobern und plündern ? Das Tier holt zum Gegenangriff aus…

Wir erzählen die Geschichte vom Fremden und warum wir Angst davor haben. Dafür borgen wir uns die Stimme des Meisters der Verfolgungsangst, Franz Kafka. Seine unvollendete Erzählung Der Bau steht im Zentrum unseres Abends der Labyrinthe, Wiedergänger, Verfolger und Gejagten. Kombiniert mit unbekannten Texten aus dem Nachlass des Autors entfesseln wir mit Live-Musik und magischen Bildern eine Revue kafkaesker Paranoia und skurriler Komik…

Gefördert durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie des Kulturamts der Stadt Freiburg im Rahmen der Institutionsförderung und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Die Fotos zur Produktion stammen von Nobert Steinhöfel und Manuel Kreitmeier

Sehen Sie hier den TRAILER  zu „DER BAU“

Immer Freitags findet nach der Vorstellung ein Publikumsgespräch mit dem Ensemble statt. Dazu sind Sie herzlich eingeladen. 

Besetzung:
Josef K: Markus Schlüter
Der Dachs: Jochen Kruß
Fräulein 1: Chris Meiser
Fräulein 2: Christina Beer
Die Katze: Hannah Schwegler

Konzeption/ Regie/ Bühne: Manuel Kreitmeier

Musik:
Hannah Schwegler (Sound, Cello, Elektronik)
Florian Wetter (Komposition: Three Interludes for Cello Solo)

Assistenz: Paul Stümpke
Bühnenkonstruktion: Markus Wassmer

Premiere: 11. März, 20 Uhr

Weitere Aufführungen:

16./17./18./23./24./25./30./31. März
01./06./07./08./20./21./22./27./28./29. April, jeweils 20 Uhr

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Hamlet

„Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.“

Etwas ist faul im Staate Dänemark. Frisch aus dem Ausland zurück, findet Prinz Hamlet eine völlig neue Familiensituation vor: König und Vater sind tot. Einen neuen hat ihm die Mutter bereits auf den Gabentisch gelegt. Doch des nachts macht ein Geist die Zinnen der Burgmauern unsicher: Rache ist der Schwur, den der Ermordete dem labilen Sohn auf die Seele schwätzt. Hamlet schwört und beginnt einen Amoklauf in den Mauern der eigenen Psyche …

Die Immoralisten sind bekannt für ihre eigenwilligen Raumkonzepte. „HAMLET“ bildet dabei keine Ausnahme: Das Bühnenbild, eine riesige Festtafel, an der Schauspieler und Zuschauer nebeneinander sitzen, wird zum Tatort eines der größten Kriminalstücke der Weltliteratur. Spannung garantiert!

Besetzung:

Hamlet: Markus Schlüter
Claudius/ Der Geist von Hamlets Vater: Florian Wetter
Gertrude, seine Frau: Uli Herbertz
Horatio, Hamlets Freund/ Rosenkranz: Chris Meiser
Polonius, Oberkämmerer: Uli Winterhager
Ophelia, seine Tochter: Christina Beer
Laertes, ihr Bruder/ Güldenstern: Jochen Kruß

Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

Die Fotos zur Produktion stammen von Frank Müller/tisento.de

Wiederaufnahme im Mai 2017

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Aggropolis

„Du willst meine Wutsoße nicht in Deinem Teller!“

Wir verstehen die Welt nicht mehr: Dschihad, Pegida, Amok, Anschläge, Krisen – immer grotesker werden die Nachrichten, die beim Abendessen über den Bildschirme flimmern. Wie kommen wir damit klar, dass unsere heile Wohlstandswelt wie ein Kartenhaus zusammenzubrechen droht?

Dieser Frage gehen die IMMORALISTEN in ihrer neuen Eigenproduktion „AGGROPOLIS“ auf den Grund: Eine Muslimin, ein Manager, ein Computer- Nerd und ein Nazi tragen darin den Konflikt aus, der in uns allen schlummert. Die Wut und Erklärungsnot über Zustände, die uns langsam über den Kopf zu wachsen drohen. Im Internet wird diese Wut am offensichtlichsten.

Und so haben die Macher der IMMORALISTEN nach dem fulminanten Erfolg von „STAMMHEIM“  jetzt Texte aus Internetforen und Blogs zusammengetragen, die von einer wachsenden Radikalisierung der Gesellschaft erzählen. Herausgekommen ist ein brandaktuelles Performancestück, dass Satire und Actiontheater aufeinanderprallen lässt.

Eine geballte Ladung Sprengstoff mit einem hohen Schuss Unterhaltungswert. Brisanter kann Theater nicht sein!

Die Rezension der Badischen Zeitung finden Sie –> Hier

Beitrag von Radio Dreyeckland mit vielen Ausschnitten aus dem Stück finden Sie  –> Hier

Besetzung:
A: Markus Schlüter
B: Natalja Althauser
C: Uwe Gilot
D: Jochen Kruß
Der gewesene Affe: Uli Herbertz
Die dressierte Schimpansin : Verena Huber

Musik:
Florian Wetter (Komposition/ Synthesizer) & Hannah Schwegler (Cello)

Text/ Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

ab 1. Oktober 2015

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Archiv Premieren

Julius Cäsar

„Denn Brutus ist ein ehrenwerter Mann, das sind sie alle, alle ehrenwert …“

Eine Verschwörung geht um in Rom. Angezettelt hat sie Senator Cassius, dessen brennender Neid nicht ertragen kann, den Rücken unter Cäsars Herrschaft zu beugen. Dieser hat sich zum Tyrannen aufgeschwungen und die Republik in eine Diktatur verwandelt. Mit eiskaltem Kalkül stiftet Cassius den integren Biedermann Brutus und die anderen einstigen Weggefährten zum Komplott an. Im Senat ermorden sie Cäsar und stellen sich dem Volk. Doch der allgemeine Enthusiasmus über die Befreiung kippt: Cäsars Intimfreund Mark Anton schwört auf Rache und eröffnet mit einer legendären Rede die Jagd auf Brutus und Cassius.
Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen in unserer Version von Shakespeares dunkelstem Theaterstück zu einem Politthriller über eine Republik, die längst abgewirtschaftet hat.

KRITIK von Bettina Schulte in der BZ zur Premiere von „Julius Cäsar“

Besetzung:

Uli Winterhager, Markus Schlüter, Florian Wetter, Uwe Gilot, Jochen Kruß, Antonio Denscheilmann, Anna Tomicsek, Gabriele Rissler & Erika Hotzen

Musik:
Hannah Schwegler (Komposition & Cello)

Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

ab 5. Dezember 2015

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Archiv Premieren

Die kleinen Füchse

„Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse! Sie verwüsten die Weinberge, die blühenden Reben.“

Regina Giddens ist als Erbin leer ausgegangen. Ihre Brüder Oscar und Ben haben alles vom Vater bekommen und wollen jetzt in eine Baumwollfabrik investieren. Ein Geschäftspartner ist schnell gefunden, allerdings fehlt noch ein erheblicher Teil der Kapitaleinlage. Den soll Regina von ihrem Mann, dem herzkranken Banker Horace, beschaffen und so ihr Drittel an der Unternehmung erhalten. Regina verachtet ihren Mann für seine Schwäche und sich selbst für ihre Abhängigkeit von ihm und ihren Brüdern. Sie will nicht länger auf die Gunst der Männer angewiesen sein und ersinnt einen Plan, es allen heimzuzahlen. Schnell wird klar: Für ihr Stück vom Kuchen ist Regina bereit, über Leichen zu gehen.
Lillian Hellman ist eine der schillerndsten Persönlichkeit der amerikanischen Literaturgeschichte im 20. Jahrhundert. Ihre Analyse über den Preis, den eine Frau zu zahlen hat, um in der Gesellschaft zu reüssieren und sich über familiäre und gesellschaftliche Zwänge hinwegzusetzen, ist messerscharf. Die Verfilmung mit Bette Davis wurde 1941 neunfach für den Oscar nominiert.

Begeisterte KRITIK von Bettina Schulte in der BZ zum Stück

Besetzung:
Addie: Erika Hotzen
Birdie Hubbard: Verena Huber
Oscar Hubbard: Markus Schlüter
Leo Hubbard: Jochen Kruß
Regina Giddens: Anna Tomicsek
William Marshall: Daniel Leers
Benjamin Hubbard: Florian Wetter
Alexandra Giddens (Sandra): Christina Beer
Horace Giddens: Daniel Leers

Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

Deutsch von Bernd Samland. Die Rechte liegen bei Jussenhoven & Fischer, Theater & Medien.

ab 03. März 2016

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Archiv

Der große Gatsby

„Sie zogen von Ort zu Ort, immer dorthin wo Polo gespielt wurde und die Leute zusammen reich waren“

Der junge Nick Caraway mietet jobbedingt ein Haus auf Long Island, direkt neben dem beeindruckenden Anwesen des Millionärs Gatsby. Die Nächte sind erfüllt vom Lärm der Glamourparties, denen der Gastgeber auf geheimnisvolle Art fern bleibt. Als Nick dem Magnaten durch Zufall begegnet, offenbart sich eine schicksalhafte Verbindung: Vor Jahren hatte Gatsby eine Affäre mit Nicks Cousine Daisy, die inzwischen mit einem grobschlächtigen Playboy verheiratet ist. Gatsby ist  immer noch besessen von ihr und dem Gedanken, sie durch den Erwerb von möglichst viel Prestige und Besitz zurückzugewinnen. Er bittet Nick ein Treffen zu arrangieren, um die Beziehung wieder aufleben zu lassen – eine folgenschwere Entscheidung.

F. Scott Fitzgeralds Roman von 1925 ist ein unsterblicher Bilderbogen über den Geist des Jazz Age  und die Roaring Twenties. Konsum und Luxus sind hohle Pappfassaden, in denen das Glück niemals beheimatet war. Wir erzählen diese zeitlose Parabel über die Projektionen von Liebe in einer eigenen Dramatisierung neu.

Lesen Sie hier die Kritik der Badischen Zeitung.

BEI REGEN:

Die Zuschauerplätze sind teilweise überdacht. Bei leichtem Regen wird gespielt. Sollte es gewittern oder stark regnen muss unterbrochen oder bei anhaltendem starken Regen abgebrochen werden. Nach Beginn der Vorstellung kann keine Erstattung des Eintrittsgeldes mehr erfolgen.

Besetzung:
Jay Gatsby: Sebastian Ridder
Daisy Buchanan: Chris Meiser
Nick Carraway: Jochen Kruß
Tom Buchanan/ Meyer-Wolfsheim: Florian Wetter
Jordan Baker: Natalja Althauser
George B. Wilson/ Eulenmann/ Butler: Uwe Gilot
Myrtle Wilson: Anna Tomicsek
Klipspringer (The Piano Man): Manuel Kreitmeier

Übersetzung/ Dramaturgie:
Tanja Trentmann

Dramatisierung/ Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

Open- Air ab 9. Juli 2015

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Archiv Feature Premieren

Stammheim

„Das Messer im Rücken der RAF, bist Du !“

Unter hohen Sicherheitsauflagen sitzen die Rädelsführer der RAF – Meinhof, Baader, Ensslin und Raspe – im Stuttgarter Gefängnis Stammheim in Haft. Ihnen wird der Prozess wegen vierfachen Mords und versuchten Mords in 54 Fällen aufgrund ihrer terroristischen Umtriebe gemacht. Der Prozess gerät zur Farce, denn die Angeklagten nutzen jede Möglichkeit, die Richter zu provozieren und werden unablässig des Saales verwiesen. Auch innerhalb der Gruppe spitzt sich die Lage zu: Vermehrt isolieren die anderen Ulrike Meinhof, demütigen, mobben und misshandeln sie. Meinhof scheint während des Prozesses immer wieder zu signalisieren, sie sei bereit auszusteigen, wenn man ihr nur die Möglichkeit böte. Doch die Justiz bleibt taub und die Schlinge zieht sich immer fester um ihren Hals.

Hochbrisantes Dokudrama über die RAF und einen den spektakulärsten Strafprozesse der Nachkriegsgeschichte. Mit Live- Musik !

„Überaus intensiv“ (Badische Zeitung)

Trailer zum Stück

Radiobeitrag zum Stück auf Radio Dreyeckland

Gefördert durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie des Kulturamts der Stadt Freiburg im Rahmen der Konzeptionsförderung und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Besetzung:
Meinhof: Anna Tomicsek
Baader: Jochen Kruß
Ensslin: Chris Meiser
Raspe: Markus Schlüter
Stimme des Staates: Florian Wetter
Wärter: Uli Winterhager

Regie/ Bühne: Manuel Kreitmeier
Musik Komposition & Synthesizer
: Florian Wetter

Wiederaufnahme am 2.Juni 2016

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Archiv

Bernarda Albas Haus

„Wenn einer mit dem Meer nicht fertig wird, dreht er ihm den Rücken zu, damit er es nicht sehen muss.“

Die Matriarchin Bernarda Alba hat nach dem Tod ihres Mannes die Trauer über ihre Familie verhängt und die fünf Töchter samt ihrer eigenen Mutter im Haus eingesperrt. Kontrolle und Rechenschaftsablagen sind die Eckpfeiler ihres Regimes, das keinen verborgenen Gedanken duldet. Die älteste Tochter Angustias soll nun als einzige vor dem bevorstehenden Verwelken verheiratet werden und damit das Haus verlassen dürfen. Doch hat sich Bernardas jüngste Tochter, die hübsche Adela, unsterblich in den Bräutigam der Schwester verliebt. Heimlich redet sie mit dem Geliebten nachts vom Balkon aus und fasst einen Entschluss: Fliehen möchte sie aus dem Haus der Unterdrückung und in der Liebe glücklich werden.

Garcia Lorcas Werk ist durchdrungen von der Frage nach der energetischen Qualität des Männlichen und Weiblichen. Mystisch, magisch und voll sinnlicher Erotik strahlt sein Stück wie ein Leuchtturm in der Finsternis. Es handelt von der Sehnsucht als Urtrieb des Menschen, der sich an keine Definition bindet. Und so werden alle Frauen im Hause Bernarda Albas bis auf die Mägde in unserer Fassung von Männern gespielt.

Gefördert durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie des Kulturamts der Stadt Freiburg im Rahmen der Konzeptionsförderung und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Besetzung:
Bernarda Alba: Florian Wetter
María Josefa, ihre Mutter: Uli Herbertz
Die Töchter:
Angustias: Antonio Denscheilmann
Magdalena: Markus Schlüter
Amelia: Sebastian Ridder
Martirio: Uwe Gilot
Adela: Jochen Kruß
Die Mägde:
La Poncia: Anna Tomicsek
Magd: Christina Beer

Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

Aus dem Spanischen neuübersetzt von Florian Wetter.

ab 07. März 2015

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Archiv

Geschichten aus dem Wiener Wald

„Du wirst meiner Liebe nicht entgehen!“

Ödön von Horváths Meisterwerk ist der dritte und letzte Teil unseres geförderten Projekts „Pulverfass: Weimar“ über das Theater der 20er Jahre.

Eine bitterböse Liebesgeschichte am Vorabend des Dritten Reichs: Marianne, Tochter des „Zauberkönigs“ – Inhaber eines Spielzeugladens, ist mit dem Fleischergesellen Oskar liiert. Bei einem Sonntagsausflug in den Wienerwald lässt sie sich dennoch auf eine Affäre mit dem Lebemann Alfred ein, der sich mit Pferdewetten durchschlägt und von der älteren Valerie aushalten lässt. Marianne bekommt ein Kind von ihm, doch das Glück ist von kurzer Dauer…

Außerdem mit von der Partie: Ein blutwurstgeiler Metzger, ein Nazistudent, der Hierlinger Ferdinand und sein Kabriolett, eine reiche Baronin, Alfreds Großmutter aus der Wachau und eine Klavierschülerin, die die ganze Zeit Johann Strauß Walzer „Geschichten aus dem Wienerwald“ klimpert.

Gefördert durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie des Kulturamts der Stadt Freiburg im Rahmen der Konzeptionsförderung und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Besetzung:
Alfred: Markus Schlüter
Oskar/ Baronin: Jochen Kruß
Valerie: Anna Tomicsek
Marianne: Dora Balog
Havlitschek/ Die Mutter/ Tante/ Der Mister: Antonio Denscheilmann
Zauberkönig: Uli Herbertz
Erich/ Eine gnädige Frau: Sebastian Ridder
Der Hierlinger Ferdinand/ Ida/ Das Fräulein Emma/ Der Conferencier: Uwe Gilot
Die Großmutter: Erika Hotzen
Rittmeister/ Tante:Daniel Leers
Die Realschülerin im zweiten Stock: Manuel Kreitmeier

Master of Ceremonies: Florian Wetter

Regie/ Bühne: Manuel Kreitmeier

ab 24. April 2014

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Ehen werden im Himmel geschlossen – OPEN AIR

„Schon die Tatsache, daß man im Himmel telephoniert, verleidet mir das Paradies.“

Der Liebe Gott hat es satt, für die Belange der Menschen verantwortlich gemacht zu werden. Nun will er in Rente gehen und seine Memoiren schreiben. Bevor er abtritt, überzeugt ihn die Heilige Magdalena davon,  ein letztes Wunder zu wirken: Drei frisch im Himmel eingetroffene Selbstmörder aus Liebeskummer sollen zur Erde zurückgeschickt werden.  In einer neuer Konstellation soll nun alles anders werden. Der Heilige Petrus überzieht den göttlichen Dispo, kauft den Liebenden ein schickes Auto und eine Villa an der Riviera. Dann setzt das himmlische Trio den Mokka auf, stellt die drei auf Los und wartet aufs Happy End. Göttlich ist der Plan, doch die Wege des Menschen sind unergründlich …

Lange vor Sartre stellt Walter Hasenclevers Komödie von 1928 die spannende Frage, was der Mensch tut, wenn er die Möglichkeit hat, sich in der gleichen Situation nochmals zu entscheiden. Mit Witz und Verve geht er spielerisch auf mystische Sinnsuche. Wir gehen mit und zeigen nach unserer Weimar-Trilogie ein fast verlorenes Schmuckstück aus der Schatztruhe der „Verbrannten Dichter“. – Ein himmlisches Open-Air über den Wolken.

Besetzung:
Der Liebe Gott: Christina Beer
Petrus: Florian Wetter
Die Heilige Magdalena: Anna Tomicsek
Felix: Uwe Gilot
Renée: Chris Juliane Meiser
Tonio: Jochen Kruß

Regie/ Bühne: Manuel Kreitmeier

ab 16. Juli 2014

Zusatzinfo:

Das Open- Air findet auf einer eigenen Bühne vor dem Theater statt. Es gibt zwei überdachte Reihen und zwei nicht überdachte. Bei leichtem Regen wird in der Regel weitergespielt. Bei schwereren Niederschlägen muss notfalls unterbrochen werden.

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Emilia Galotti

„Wollen Sie mir freie Hand lassen, Prinz? Wollen Sie alles genehmigen, was ich tue?.“

Der Prinz hat ein neues Spielzeug: die Bilderbuchunschuld Emilia Galotti. Doch noch am selben Tag soll diese mit einem anderen vermählt werden. Kurz entschlossen gibt er dem Meisterstrippenzieher Marinelli die Befugnis, alles Notwendige zu unternehmen, um die Vermählung aufzuhalten. Marinelli verliert keine Zeit. Skrupellos lässt er die Kutsche mit der Hochzeitsgesellschaft überfallen, den Bräutigam ermorden und die Angebetete auf das Lustschloss des Prinzen entführen.

Als Thriller im Kinoleinwandformat spielen wir Lessings rasanten Klassiker um Liebe und Mord. Dafür steigen sie hinab in Emilias Seelenlabyrinth und folgen den verschlungenen Irrwegen bis ins Herz der Finsternis.

Besetzung:
Emilia Galotti: Chris Meiser
Odoardo Galotti: Antonio Denscheilmann
Prinz Hettore Gonzaga: Jochen Kruß
Marinelli: Florian Wetter
Claudia Galotti: Anna Tomicsek
Graf Appian/ Gräfin Orsina: Uwe Gilot

Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

ab 06. Dezember 2014

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Archiv

Liebelei

„ Ich bin ihm nichts gewesen als ein Zeitvertreib – und für eine andere ist er gestorben –!.“

Fritz liebt eine reiche, verheiratete Frau. Christine wiederum liebt Fritz, für den die Affäre mit dem „süßen Mädel“ nur eine unbedeutende Liebelei ist. Theodor und Mitzi, beider Freunde, lieben nur sich selbst und sehen den Verstrickungen tatenlos zu. Doch plötzlich steht ein fremder Herr vor der Tür und fordert Fritz zu einem Duell. Die Ehre seiner Frau sei besudelt. Fritz spielt vor Christine weiterhin den Unbekümmerten, die Freunde amüsieren sich einen letzten Abend lang, doch die Ereignisse überschlagen sich…

Arthur Schnitzlers „Liebelei“ ist vielleicht das beste Stück über die Halbwertszeit menschlicher Beziehungen, das je geschrieben wurde. Mit brillanter Dialogführung gelingt es ihm den Zuschauer in die Tiefe menschlicher Seelen blicken zu lassen. Was hier unter der Oberfläche Wiener Gemütlichkeit und Noblesse lauert ist das Grauen über die Unmöglichkeit echter Liebe.

Besetzung:
Hans Weiring: Daniel Leers
Christine, seine Tochter: Chris Juliane Meiser
Mitzi, ihre Freundin: Christina Beer
Fritz: Jochen Kruß
Theodor, sein Freund: Uwe Gilot
Frau Binder, eine Nachbarin: Anna Tomicsek
Ein fremder Herr: Florian Wetter

Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

ab 20. Februar 2013

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Archiv

Hannelore

„Und weil Papi solch ein großer, großer Mann ist, müssen wir drei ganz kleine, kleine Männer sein.“

FÜR UNSERE BLEICHEN MÜTTER

Blitzlichtgewitter! Die Frau an seiner Seite lächelt für die Titelseiten. Gute, deutsche Frau! Anspruchslos, bieder, bescheiden und doch die First Lady der Bonner Republik. Jeder Blitzschuss trifft ins Mark, schält ihr die Haut ab. Übersät sie mit Brandwunden einer geheimnisvollen Lichtallergie, die sich langsam heranbildet im Schatten des mächtigsten Mannes des Landes. Im Dunkeln rauben ihr die schweren Vorhänge allmählich den Atem. Und stetig reift der Traum in ihr, wenigstens am Ende so zu strahlen wie ihr leuchtendes Vorbild Prinzessin Diana.

Nach Axt im Kopf hat Immoralisten-Regisseur Manuel Kreitmeier den zweiten Teil seiner Trilogie über die Befindlichkeit der deutschen Seele geschrieben. Im Zentrum seines grotesken Kammerspiels steht die Kanzlergattin Hannelore K. in Abwesenheit ihres Mannes. Zusammen mit einer Live-Musik für Cello und Elektronik von Hannah Schwegler entspinnt sich eine fiktive Rhapsodie über die Schattenseiten der Macht, die Angst vor dem Licht. Eine eindringliche Arbeit über all unsere bleichen Mütter und den Preis, den sie zu zahlen haben.

Besetzung:
Hannelore: Anna Tomicsek
Wolf: Markus Schlüter
Köter: Jochen Kruß

Text/ Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

Musik:
Cello/ Elektronik: Hannah Schwegler

ab 26. September 2013

Hören Sie hier einen BEITRAG von SWR2 über „HANNELORE“

Lesen Sie hier die KRITIK zur Uraufführung in der Badischen Zeitung

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Archiv Feature

Der Geizige

„Hallo Bügelhalter? Hier Plundertasche! Sagen Sie Schröpfhenne `Operation: Ausverkauf`kann steigen!“

SOMMER OPEN-AIR 2013 !!!

Geiz macht geil! Rüstig ins Alter hineingegreist, möchte der Knicker Harpagon noch eine finanziell wie erotisch lukrative Partie machen. Was er allerdings nicht weiß: Das schöne Heiratsschnäppchen ist die Geliebte seines Sohnes und die Kuppelei selbst ein raffiniert eingefädeltes Komplott um ihm seine liebgwonnenen Dukaten zu stehlen. Gut, dass keiner den Platz im Garten kennt, wo er den Geldschatz vergraben hat. Oder doch?

Als Sommer Open-Air unter freiem Himmel und auf einem riesigen Geldspeicher als Bühnenbild, spielen die Immoralisten Molières zeitlose Komödie über den Sparzwang als Lebenszweck!

Besetzung:
Harpagon, der Geizige: Florian Wetter
Cléante, sein Sohn: Uwe Gilot
Elise, seine Tochter: Chris Juliane Meiser
Valère, ihr Geliebter: Jochen Kruß
La Flèche, ein Diener: Sebastian Ridder
Frosine, eine Kupplerin: Anna Tomicsek
Mariane, eine Auserkorene: Christina Beer
Dom Thomas de Alburcy, ein Special Guest: Daniel Leers / Uli Herbertz

Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

Übersetzung ins Deutsche von Carl Sternheim. Bearbeitung und ergänzende Übersetzung von Florian Wetter und Manuel Kreitmeier.

Premiere am 17. Juli 2013, 20.30 Uhr

Weitere Aufführungen:
19./20./25./26./27. Juli
01./02./03./08./09./10./15./16./17./22./23./24./29./30./31. August
05./06./07. September, jeweils um 20.30 Uhr

Karten

Die Sitzplätze beim Open- Air sind teilweise überdacht. Es empfiehlt sich dennoch entsprechend Regenkleidung mitzubringen …

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Archiv

Baal

„Man muß Zähne haben, dann ist die Liebe, wie wenn man eine Orange zerfleischt, daß der Saft einem in die Zähne schießt.“

Er ist ein Genie! Er will absolute Freiheit! Und dafür ist er bereit alles zu opfern…

Baal ist der neue Stern am Dichterhimmel. Die High Society liegt ihm zu Füßen, die Frauen sind ihm reihenweise verfallen. – Er knickt sie um wie wertlose Blumen. Unstillbar ist sein Hunger nach Leben. Als sich eine Geliebte seinetwegen in den Fluß stürzt und Baal seinen besten Freund mit einem Messer tötet, ist der Freiheitsjäger jedoch plötzlich der Gejagte…

Mit Bertolt Brechts frühem Stück „BAAL“ präsentierem die Immoralisten den zweiten Teil ihres mehrfach geförderten Projekts Pulverfass: Weimar!, das sich drei Ausprägungen des Theaters der Weimarer Republik widmet. Nach dem großen Gesellschaftspanorama „HOPPLA, WIR LEBEN!“ von Ernst Toller, steht im zweiten Bild des Triptychons der Theaterrevolutionär Bertolt Brecht im Fokus. „Baal“ gilt vielen als sein bestes Stück! Die IMMORALISTEN zeigen es in einer faszinierenden Neuinszenierung mit großem Schauspielensemble und Live- Musik.

Gefördert durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie des Kulturamts der Stadt Freiburg im Rahmen der Konzeptionsförderung und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Besetzung:
Baal: Markus Schlüter
Eckart: Jochen Kruß
Emilie: Anna Tomicsek
Mech: Uli Herbertz
Piller: Antonio Denscheilmann
Pschierer: Daniel Leers
Johannes: Uwe Gilot
Johanna: Chris Juliane Meiser
Sophie: Christina Beer
Mjurk: Uli Winterhager
Lupu: Maximilian Meiser

Regie/ Bühne:
Manuel Kreitmeier

Musik:
Komposition & Piano: Florian Wetter
Cello: Hannah Schwegler
Vocals & E-Bass: Markus Schlüter

Assistenz:
Jula Bruckbauer
Konradin Köchling

Fassung der Uraufführung, 1922.
Die Aufführungsrechte liegen beim Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main.

ab 25. April 2013

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Waisen

„Wir sind auf uns selbst gestellt. Da draußen ist nichts. Als wären die alle auf einen anderen Planeten gebeamt worden und hätten uns mit den Monstern zurückgelassen.“

Mit blutverschmierten Händen platzt der junge Liam ins Candlelight-Dinner seiner Schwester Helen und deren Ehemann Danny. Einen Mann habe er niedergeschlagen auf der Straße gefunden. Danny möchte sofort die Polizei alarmieren, doch die Geschwister reagieren panisch – schließlich ist Liam in der Vergangenheit mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und darf daher um keinen Preis in die Sache verwickelt werden. Man versucht die Sache herunterzuspielen, doch je mehr Liam redet, desto klarer wird: an seiner Geschichte ist kein Wort wahr.

Dennis Kellys Kammerspiel von 2009 ist ein meisterhaft konstruiertes Psychodrama! Mit raffinierter Dialogführung zeigt er auf, wie sich moralisch integeres Handeln von äußeren Zwängen und Abhängigkeiten korrumpieren lässt. Auf einer tieferen Ebene ist das Stück eine kompromisslose Parabel über wohlmeinende Rechtsstaaten, die gegen den eigenen Willen in einen abstrusen Kampf gegen den Terror verwickelt werden …

Besetzung:
Liam: Markus Schlüter
Helen: Veronika Sautter
Danny: Florian Wetter

Regie: Manuel Kreitmeier
Assistenz: Konradin Köchling

Deutsch von John Birke.
Die Aufführungsrechte liegen beim Rowohlt Theaterverlag, Reinbek.

ab 07. Februar 2013

Karten

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Woyzeck

„Woyzeck, es schaudert mich, wenn ich denke, daß sich die Welt an einem Tag herumdreht.“

Der einfache Soldat Woyzeck ist Proband eines perfiden Menschenexperiments. Um seinen mageren Sold aufzubesser, verkauft er sich an einen Doktor, der ihm nichts als Erbsen zu essen gibt. Die Mangelernährung schürt dabei lediglich dessen langsam heranreifenden fixen Ideen. Als Woyzeck die drei hart verdienten Groschen nach Hause zu seiner Geliebten trägt, entflammt die Eifersucht in ihm: Vor dem Spiegel sitzt seine Marie mit einem wertvollen Paar Ohringe von einem fremden Mann: Mord liegt in der Luft…

Lediglich Blätter mit Einzelszenen hat der jung verstorbene Georg Büchner auf seinem Schreibtisch hinterlassen. Der fragmentarische Charakter des Stückes inspiriert auch uns: Mit sieben Schauspielern und einer ausgeklügelten Bühnenkonstruktion wagen wir das Experiment mit dem Experiment und zeigen pünktlich zu Büchners 200. Geburtstag WOYZECK in einer spannenden Neuinszenierung.

Und das schreibt die Presse:

„Manuel Kreitmeier isnzeniert auf der Bühne der Immoralisten einen radikalen Woyzeck.“ (BZ). Die ganze Kritik lesen Sie hier

„Eine schmissig freche, moderne und vor allem brillante Inszenierung. (…) Die Immoralisten zeigen Theater, wie es sein soll – mitreißend, provokativ und unterhaltsam“ (FIPPS)

„Überhaupt ist in diesem feinen kleinen Theater irgendwie alles so, wie man es liebt; ein wenig Glamour, aber nicht zu viel, und vor allem eine super Truppe, deren echte Liebe zum Theater sich unmittelbar auf das Publikum überträgt…“ (KULTURJOKER)

Die Bilder zur Produktion stammen von Frank Müller/ tisento.de

ab 22. November 2012

Karten

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Heimarbeit

„Stell ihn in die Sonne. Wenn er mitgeht, bleib ich daheim.“

Willy hat’s vom Moped geschmissen. Jetzt ist er arbeitslos und Unterschicht. Bei Martha war’s keine Absicht, aber während Willys Krankenhausaufenthalt ist es halt passiert. Mit einem anderen Mann. Malheur! Willys Rat: „Meine Mutter hat sich drei Kinder mit einer einfachen Stricknadel abtriebn.“ Gesagt, getan. Doch das Plag kommt und hat zwei Beulen auf dem Kopf. Die Monika hat keine Beulen, die ist nämlich von Willy. Ein Kind zuviel also. Und die Heimarbeit hat gerade erst angefangen …

Bös-satirisches Volksstück vom Kultautor, Journalisten, Schauspieler und ewigen Wunddaumen Franz Xaver Kroetz, bekannt als Baby Schimmerlos aus der von ihm verfassten Fernsehserie Kir Royal.

Und das schreibt die Presse:

„Das differenzierte Regiekonzept und die hingebungsvolle Schauspielleistung überzeugen einmal mehr im Theater der Immoralisten – das Team hat die 40 Jahre alte Textvorlage klug durchdrungen und daraus ein packendes, heutiges Drama gemacht.“ (BZ)

ab 27. September 2012

Karten

Aufführungsrechte bei Kroetz Dramatik, Altenmarkt.

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Kasimir & Karoline

„Man hat halt oft so eine Sehnsucht in sich …“

Job verloren – mitten in der Wirtschaftskrise! Da bleibt Kasimir die Oktoberfestwurst so richtig brockig im Hals stecken. Doch für Freundin Karoline noch lange kein Grund sich die Laune vermiesen zu lassen.Und wenn der Kasimir nicht will, dann fährt sie halt allein mit der Achterbahn. Oder zu zweit, mit einem gewissen Herrn Schürzinger, den sie eben am Eisstand aufgegabelt hat (oder er sie?). Ein elender Spießer zwar, aber immerhin eine bessere Partie als der abgebaute Kasimir. Und ehe sie sich versieht, sitzen plötzlich noch zwei notgeile Pensionäre auf Sauftour mit an Bord. Stocksauer will es Kasimir allen zeigen und lässt sich vom Kleinkiminellen Merkl Franz zum Autoknacken überreden…

Ödön von Horváths Bilderbogen aus den 20er Jahren ist bezaubernde Liebesgeschichte, urkomische Komödie und bitterböses Zeitstück in einem. Und die Immoralisten lassen sich nicht lumpen und bauen nach ihrem großen Erfolg im letzten Sommer mit Schnitzlers „Reigen“ gleich ein ganzes Riesenrad in den Hinterhof ihres Theaters …

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Faust ist tot

„Gewinnen ist geil. Und ich weiß wie mans macht…“

Pete ist auf der Flucht. Er hat seinem Vater, einem Software-Magnaten, die Diskette für ein weltbeherrschendes Computerprogramm gestohlen. Gemeinsam mit dem dunklen Engel Alain fährt er von der Westcoast ins Nirgendwo auf der Suche nach dem wirklichen Leben. Doch Alains schwarze Philosophie hat längst seine Seele in Brand gesteckt. Als sie im Internet den selbstzerstörerischen Teenager Donny kennenlernen, gerät die Situation vollends außer Kontrolle…

Die Immoralisten spielen nach ihrem Erfolg mit „Pool, no water“ bereits das zweite Stück des Briten Mark Ravenhill, der mit Sarah Kane zu den Skandalautoren der 90er Jahre gehört. In seiner genialen Faustadaption verschwimmen die Grenzen zwischen virtueller Welt, Realität und Alptraum. – Ein intensives und spannungsgeladenes Kammerspiel über eine Gesellschaft, die weder an Gott noch an den Teufel glaubt.

„Wuchtig sind die Bilder, die Kreitmeier aus Ravenhills Vorlage generiert. Im Zusammenspiel mit der messerscharfen Sprache, die Markus Schlüter (Pete), Florian Wetter (Alain) und Jochen Kruß (Donny) meisterhaft verinnerlicht haben und mit beeindruckender Bühnenpräsenz ausspielen, gelingt ein packender Theaterabend, den zu besuchen man vor allem jungen Menschen ans Herz legen möchte.

Wer ist Verführer und wer Verführter in dieser virtuellen Welt? Die Faust-Thematik liegt als Angebot im Drama – man kann es nur als Anstoß nehmen, die eigene Haltung und die eigenen Handlungen zu reflektieren. Was könnte ein Theaterstück besseres leisten? Langer Premierenapplaus.“ (BZ)

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Hoppla, wir leben!

„Sehn wir uns heute abend im Club?“

Nach der misslungenen Revolution 1919 wartet eine Gruppe von Revolutionären auf ihre Hinrichtung. Den jungen Idealisten Karl Thomas treibt das Warten in den Irrsinn. Nach acht Jahren wird er aus einer Nervenheilanstalt entlassen und ertrinkt in den überschwappenden Wogen der Zeit. Medien und Politik beherrschen inzwischen das Gesellschaftsparkett, die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer mehr auseinander. Karls ehemalige Mitstreiter sind zu opportunistischen Staatsdienern avanciert und auch bei seiner Geliebten Eva Berg findet er keinen Halt. Aus Verzweiflung fasst Karl den folgenschweren Entschluss: Ein Attentat auf die Macht!

Ernst Tollers Hoppla, wir leben! gehört zu den größten Theaterereignissen der Weimarer Republik. Gut achtzig Jahre später bringen die Immoralisten dieses von Toller als „Politische Revue“ bezeichnete Meisterwerk als ersten Teil ihres mehrfach geförderten Triptychons „Pulverfass: Weimar!“ erneut auf die Bühne und machen daraus eine kafkaeske Grenzerfahrung, die unaufhaltsam ihrem apokalyptischen Höhepunkt entgegensteuert.

Gefördert durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für
Wissenschaft, Forschung und Kunst.
Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste e.V.
Mit freundlicher Unterstützung von
Kulturamt Stadt Freiburg und der Stiftung Sparkasse Freiburg – Nördlicher Breisgau.

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Splendid’s

„Wir alle spielen…“

Die Verbrecherbande „La Rafale“ nimmt im Luxushotel „Splendids“ eine Millionenerbin als Geisel und verschanzt sich daraufhin in der Siebten Etage. Draußen rüstet sich ein riesiges Polizeiaufgebot für den Showdown. Ein übergelaufener Polizist schießt aus den Hotelfenstern auf die eigenen Kameraden. Innerhalb der verschworenen Gangster entbrennt nun ein rücksichtsloser Machtkampf, bei dem die Situation immer mehr außer Kontrolle zu geraten droht…

Jean Genet, Zuchthäusler, Dichter und Enfant terrible der französischen Literatur knüpft mit diesem Kriminalstück im Stil des Film Noir an seine beiden Welterfolgen „Die Zofen“ und „Querelle“ an. Erneut beschreibt er menschliche Grenzerfahrung in einer von Erotik und Spannung aufgeladenen Ausnahmesituation.

Die Immoralisten bringen dieses fast vergessene Meisterwerk in einer bestechenden Raumkonzeption endlich wieder neu auf die Bühne.

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Axt im Kopf

„Ich habe niemals etwas an meinem Mann bemerkt, das auf einen Mord hingedeutet hätte.“

Die gesellschaftlichen Verhältnisse, Kindheit, Familie und Herkunft bestimmen die Psyche eines Menschen. Aus Peter Kürten haben sie einen Mörder gemacht.

9 Menschen hat Kürten in den 1920er Jahren auf brutalste Weise umgebracht. 1930 wurde er von seiner Ehefrau bei der Polizei denunziert. Gottfried Benn schrieb über den berühmtesten Serienmörder der Weimarer Republik: „Kürten – seinerzeit in Düsseldorf – von sieben bis neun abends Lustmörder, im übrigen Kegelbruder und Familienvater.“

Fritz Langs Film „M-eine Stadt sucht einen Mörder“ basiert auf ihm, Randy Newman widmete ihm ein Lied, Bücher und Internetblogs beschäftigen sich bis heute mit diesem rätselhaften Mann. Doch wer war Peter Kürten wirklich?

Aus den Untersuchungsprotokollen ergibt sich das vielschichtige Bild eines Mannes, dessen Handeln vielleicht symptomatisch für das Gewaltpotential in der späten Weimarer Republik steht.

Das vielfach geförderte Theaterprojekt zeichnet basierend auf Originaldokumenten und erfundenen Spielszenen Peter Kürtens Weg zum Mörder nach. Ein spannender Krimi und ein fast groteskes Familiendrama am Vorabend des Faschismus.

Text & Regie: Manuel Kreitmeier
Komposition & Klavier: Florian Wetter
Cello & Elektronik: Hannah Schwegler
Kostüme: Manuel Kreitmeier

Gefördert durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Kulturamt Stadt Freiburg
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau
Stiftung Landesbank Baden-Württemberg.

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Reigen

„Später is traurig und früher is ungwiss…“

Zehn Paare, zehn Liebesgeschichten: Eine Dirne sehnt sich nach der großen Liebe, ein junger Herr hat sein erstes erotisches Abenteuer und der Gatte ist bei weitem nicht so anständig wie er es von seiner Ehefrau verlangt. Im unaufhaltsamen Liebesreigen geben sich zehn Paare so lange die Klinke zur Schlafzimmertür in die Hand bis sie wieder bei der ersten angekommen ist. Doch im Morgengrauen bleibt den Liebenden nur noch die Erinnerung an ein kurzes aber unvergessliches Abenteuer.

Arthur Schnitzlers „REIGEN“ erzählt auf komische und skurrile Weise von den Mechanismen der Liebe und stellt die ewig spannende Frage, wer wo mit wem warum schlief…

Mit einem spacigen Oldtimer- Wohnmobil als Kulisse wird das 1. OPEN AIR der Immoralisten zum Kultprojekt des Sommers!

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Bunbury oder Ernst sein ist alles

„Ich bin Ernst in der Stadt und Jack auf dem Land“

Die beiden Dandys Jack und Algernon teilen ein ungewöhnliches Laster: Beide führen ein Doppelleben.

Als respektabler Provinzspießer kann Jack nur unbeobachetet in die Stadt, wenn er sich um seinem verdorbenen „Bruder“ Ernst kümmert. Algernon wiederum pflegt den invaliden „Onkel“ Bunbury auf dem Land und entkommt so den Fängen seiner rigiden Tante Augusta. Als sich beide verlieben, kommen sich ihre Alter Egos unvermittelt in die Quere: Die Upperclassblondine Gwendolen hat sich in den Kopf gesetzt, nur einen Mann namens Ernst zu lieben und das Herz der Landpomeranze Cecily lodert ebenfalls in wilden Flammen für Jacks fiktiven Bruder.

Seit dem Aufführungsverbot unserer „Bombshells“ wissen wir: Das Spiel mit Geschlechterrollen ist pures Dynamit! Wir entzünden es und zeigen mit Oscar Wildes bedeutendester Komödie ein rotzfreches Feuerwerk funkensprühender Dialoge, die durch unsere komplette Männerbesetzung noch etwas mehr in der Hose haben als gewöhnlich …

Neuübersetzung von Manuel Kreitmeier

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Abraham Lincoln geht ins Theater

„Kannst du den Text, kannst du Text, kannst du den Text?“

Der genialische Regisseur Mark Killman ist besessen vom Mord an Abraham Lincoln.

War das Attentat durch den Schauspieler John Wilkes Booth vielleicht nur einer der größten Theatercoups aller Zeiten? Killman wagt ein kühnes Experiment: Stan Laurel und Oliver Hardy sollen gemeinsam mit ihm jenen Abend nachspielen, an dem der Hauptdarsteller den Präsidenten während der Vorstellung erschießt. Unaufhaltsam wird aus dem Spiel bitterer Ernst: Dieses letzte Stück des verrückten Regisseurs sprengt alle Grenzen zwischen Realität und Fiktion, bis tatsächlich ein Mord geschieht …

Deutsche Erstaufführung!

„Die feine Schauspielkunst von Florian Wetter, Camil Morariu und Jochen Kruß und ein durchdachtes Regiekonzept von Manuel Kreitmeier verbinden sich zu einer Vorstellung mit hohem Unterhaltungswert .(…) Fantastisch, wie Florian Wetter sich auf der Bühne von einer leblosen Wachsfigur in den amerikanischen Präsidenten verwandelt – äußerlich nur verändert durch einen falschen Bart und etwas Wimperntusche. Das differenzierte Spiel von Camil Morariu und Jochen Kruß – schlotternd vor Angst, mit berechnender Schärfe, zärtlich werbend – ist in nahezu jeder Mimik und Gestik glaubwürdig. Langer Premierenapplaus für eine weitere tolle Ensembleleistung der Immoralisten.“ (Badische Zeitung)

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Nora oder Ein Puppenheim

„Hat mein kleines Eichhörnchen wieder genascht?“

Seit Jahren fristet die Bankiersgattin Nora ein Dasein als zuckersüßes Vorzeigefrauchen im Vogelkäfig ihrer Ehe. Doch hinter der bürgerlichen Fassade lauert die Angst vor dem Abgrund, denn Nora hat sich vor Jahren der Unterschriftenfälschung schuldig gemacht. Davon weiß ihr Ehemann natürlich nichts. Der schurkische Geldverleiher Krogstad dafür umso mehr.

Dieser ist mittlerweile in der Bank von Noras Mann angestellt. Als ihm der Rausschmiss droht, beginnt er Nora zu erpressen: Sie soll sich bei ihrem Mann für ihn verwenden, andernfalls lässt er den ganze Betrug auffliegen. Für Nora beginnt ein Vabanquespiel um Ehre und Existenz und das schlimmste Weihnachten ihres Lebens…

Mit ihrer herrlich schrillen, tragikomischen Neuinszenierung von Ibsens Kultstück über die unerhörte Emanzipation einer Frau im 19.Jahrhundert, pflanzen die Immoralisten ein mit Sicherheit perfides Virus in die besinnlichste Zeit des Jahres.

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Bombshells

„Ein Kaktus ist ein Kaktus ist ein Kaktus.“

Echte Granaten sind diese sechs Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Vor allem dann, wenn sie von Männern gespielt werden: Die junge Mutter kurz vorm Durchdrehen, die graue Maus beim Treffen der Anonymen Kakteenfreunde, die wiedergeborene Shirley Temple, die ins eigene Kleid verliebte Braut, die stocksteife Witwe mit ihrem erotischen  Erlebnis und die alte Diva kurz nach der Entzugskur beim Abschiedskonzert – hinter den Kulissen des Cabarets zeigen sie alle ihr wahres Gesicht …

Für einen schrägen Abend lang stellen die Immoralisten die Welt vollends auf den Kopf und holen mit diesem Stück, ausgezeichnet mit dem Edinburgh Festival Fringe Award 2004 sowie dem London Theatregoers Choice Award 2005, einen Hauch von Broadway an die Dreisam.

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Elektra

„Ich will hinaus!“

Maßlos ist die Rache, die Elektra ihrem Vater Agamemnon geschworen hat. Maßlos wie das Unrecht, das dem griechischen Helden widerfahren ist: Siegreich heimkehrend aus der Hölle des trojanischen Krieges, wurde er von der eigenen Frau Klytämnestra, und ihrem Geliebten Ägisth heimtückisch im Bad ermordet.

– Viele Jahre sind seitdem vergangen, und die Mörder regieren ungestraft das Land. Aber Elektra kann nicht vergessen. Ihr Leben wird aufgezehrt von ohnmächtigem Hass. Vergeblich versucht ihre Schwester Chrysothemis, sie zu überzeugen, den sinnlosen Kampf endlich aufzugeben. Doch Elektra hofft auf die rächende Rückkehr ihres Bruders Orest.

Ein physischer Kampf zwischen den Protagonisten entwickelt sich, der seine Zuspitzung in einer blutigen Orgie der Gewalt findet.

„Was das Freiburger Ensemble „Die Immoralisten“ … dem Publikum eröffnet, ist ein kleines Wunder.“ (Badische Zeitung)

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Endspiel

„Ist mein Hund fertig?“ – „Ihm fehlt noch ein Bein.“

Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende. Der tyrannische Großkotz Hamm, sein Diener Clov und seine beiden Eltern in der Mülltonne sitzen an einem Meeresstrand am Ende der Zeit, vollführen ihre absurden Tiraden, doch haben längst ausgespielt.

„Die Beziehung zwischen Hamm und Clov stellt Kreitmeier in den Mittelpunkt seiner klugen Regiearbeit. Mit nichts als Hass ist diese Beziehung schon beschrieben worden, doch das ist Kreitmeier zu simpel. Wo Hass ist, ist auch Liebe – oder ist es nur die große Sehnsucht danach? Gerade zu Beginn des Stücks wirken Herr und Diener manchmal wie ein merkwürdiges Liebespaar, das nicht mit- aber erst recht nicht ohneeinander auszukommen in der Lage ist. Florian Wetter und Camil Morariu gelingt hier ein atemberaubend knisterndes Zusammenspiel auf verbaler wie auf körperlicher Ebene: Fast wie Magneten ziehen sich die Schauspieler an, um sich sogleich wieder voneinander abzustoßen.“ (Badische Zeitung)

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Pool (no water)

„Es gibt kleine Menschen und es gibt große Menschen. Und ich bin ein großer Mensch und ihr nicht.“

Aus einer Gruppe ungleicher Kunststudenten hat es nur eine zu Weltruhm gebracht. Bei einer Wiedersehensparty Jahre später ereignet sich ein schwerer Unfall: Im Vollrausch steigt die Diva aufs Zehnmeterbrett und springt in den leeren Pool. Sie überlebt, doch für die anderen ist die Stunde der Rache gekommen.

Mark Ravenhills Stück über die perverse Selbstvermarktung der Kunstszene hat neue Maßstäbe gesetzt und sprengt die Grenze zwischen Schauspiel und Performance.

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Tartuffe

„Und auch du mein Kind wirst sehr sehr bald beschließen, Tartuffe im Schatten unsres Gartens zu genießen“

Tartuffe Mit Molières Tartuffe – der vielleicht besten, sicherlich modernsten Komödie des großen französischen Dichters – machen die „Immoralisten“ ihr neugegründetes Theater in Freiburg zum bürgerlichen Salon der 20er Jahre. Dort herrscht inzwischen Ausverkauf!

Denn seit der Obdachlose Tartuffe sich in Herz und Geldbeutel der Familie Orgon gefrömmelt hat, steht deren bürgerliche Existenz bedrohlich auf der Kippe. Tartuffe selbst fühlt sich in seiner neuen Rolle als Großbürger pudelwohl, schlägt sich von Orgons Geld den Magen voll, umgarnt dessen Ehefrau und spielt sich überhaupt ganz als Herr im Hause auf. Doch damit nicht genug: Als Tartuffe dem naiven Patriarchen dann auch noch das gesamte Erbe und dessen einzige Tochter abzuschwätzen beginnt, ist die restliche Familie gezwungen zu handeln. Man stellt dem Betrüger eine folgenschwere Falle…

„Als rabenschwarze Boulevard-Komödie in klassischem Gewande rast das Drama so unerbittlich auf die Katastrophe zu, bleibt über neunzig Minuten lang spannungs- und temporeich, glänzt mit originellen Regieideen und einem durchgängig spielfreudigen Ensemble – und findet ein neues, geradezu geniales Ende.“ (Badische Zeitung)

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Geschlossene Gesellschaft

„Die Hölle das sind die anderen“

Wie ein Boxring ist die Bühne mitten im Zuschauerraum errichtet. Die Hölle ist ein leerer Raum. Drei Menschen mit obskurer Vergangenheit werden dort eingesperrt und sind sich fortan auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Aus der distanzlosen Nähe zum anderen entsteht ein Psychokrieg, dem keiner der dreien entkommen kann. Hier ist jeder abwechselnd Täter und Opfer, denn die Hölle, das sind die anderen.

„Ein Lehrstück des Existenzialismus ohne Aussicht auf Befreiung, das auf der Bühne mit pulsierendem Leben gefüllt wird. Wie jeder auf seine Art um Anerkennung kämpft und sich dadurch in tiefe Abhängigkeiten verstrickt, wie keiner den anderen sieht, sondern nur um sich selbst kreist, wie die Sehnsucht nach Erkenntnis und Wahrhaftigkeit immer wieder von Eitelkeit, Scham und Machtgelüsten torpediert wird – das wird von den jungen Schauspielern kraftvoll in vielen Facetten ausgespielt. Ein heftiger Stoff in Endlosschleife, ausgesprochen fesselnd zum Konzentrat mit Botschaft eingekocht wird: Die Hölle sind die anderen – aber noch schlimmer wäre es, für immer allein sein zu müssen… – Absolut sehenswert!“ (Badische Zeitung)