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Nora oder Ein Puppenheim

Ibsen auf dem Tennisplatz.

„Hat mein kleines Eichhörnchen wieder genascht?“

Seit Jahren fristet die Bankiersgattin Nora ein Dasein als zuckersüßes Vorzeigefrauchen im Vogelkäfig ihrer Ehe. Doch hinter der bürgerlichen Fassade lauert die Angst vor dem Abgrund, denn Nora hat sich vor Jahren der Unterschriftenfälschung schuldig gemacht. Davon weiß ihr Ehemann natürlich nichts. Der schurkische Geldverleiher Krogstad dafür umso mehr.

Dieser ist mittlerweile in der Bank von Noras Mann angestellt. Als ihm der Rausschmiss droht, beginnt er Nora zu erpressen: Sie soll sich bei ihrem Mann für ihn verwenden, andernfalls lässt er den ganze Betrug auffliegen. Für Nora beginnt ein Vabanquespiel um Ehre und Existenz und das schlimmste Weihnachten ihres Lebens…

Mit ihrer herrlich schrillen, tragikomischen Neuinszenierung von Ibsens Kultstück über die unerhörte Emanzipation einer Frau im 19.Jahrhundert, pflanzen die Immoralisten ein mit Sicherheit perfides Virus in die besinnlichste Zeit des Jahres.

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