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Ungeduld des Herzens

von Stefan Zweig

Es gibt eben zweierlei Mitleid. Das eine, das schwachmütige und sentimentale, das eigentlich nur Ungeduld des Herzens ist, sich möglichst schnell freizumachen von der peinlichen Ergriffenheit vor einem fremden Unglück, jenes Mitleid, das gar nicht Mit-leiden ist, sondern nur instinktive Abwehr des fremden Leidens von der eigenen Seele.

Ein junger Leutnant begeht bei einem Ball den folgenschweren Fauxpas und fordert die Tochter des Hauses zum Tanz auf ohne zu ahnen, dass diese gehbehindert ist. Voller Scham schickt er ihr am nächsten Morgen eine Entschuldigung. Diese wird auch angenommen und der junge Mann geht fortan ein und aus im Schloss der adligen Familie, gewöhnt sich schnell an die Annehmlichkeiten des reichen Lebens. Doch ahnt er nicht, dass sich Edith längst in ihn verliebt hat, der Hausarzt ihre Heilung vom Verhalten des Leutnants abhängig zu machen versucht, und Ediths Vater bereits Heirat und Erbfolge plant. Immer tiefer wird der junge Mann hineingezogen in einen Strudel aus Mitleid und Schuld und der Weg in den Krieg erscheint bald als einzige Lösung den Schlingen der Familie zu entkommen.

Stefan Zweigs einziger Roman ist ein Plädoyer für den Humanismus in Zeiten emotionaler Korruption und zeigt den schwierigen Spagat zwischen Mitgefühl, Willkommenskultur und dem Verlust der eigenen Werte und Ziele. Die Immoralisten zeigen dieses brisante Thema im Gewand eines Melodrams wie von Fassbinder oder Douglas Sirk.

Besetzung:

Leutnant Hofmiller, jung: Jochen Kruß
Leutnant Hofmiller, alt: Ulrich Herbertz
Edith: Christina Beer
Kekesfalwa: Ulrich Winterhager
Dr. Condor: Florian Wetter
Frau Engelmayer: Verena Huber
Ilona: N.N.

Buch / Regie / Bühne: Manuel Kreitmeier

Premiere: März 2019

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