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Theater

Energiegeladen, abgründig, absurd, durchaus verspielt und mit eindeutigem Hang zum schwarzen Humor rückt das Theater der Immoralisten das Erlebensspektrum des modernen Menschen in den Fokus.

2010 haben wir unsere eigene Spielstätte eröffnet. Wir standen vor der Wahl, entweder die Jahre mit dem 2001 gegründeten Ensemble als Erfahrung der Studienjahre zurückzulassen und eine sichere Berufswahl zu treffen. Oder das Risiko einzugehen und das fortzuführen, was wir von Anbeginn als Berufung empfanden. Mit eigenen Mitteln und Händen haben wir drei ehemalige Werkparzellen innerhalb des Stühlinger Gewerbehofs zum Theater ausgebaut.

Seitdem sind dort über vierzig Eigenproduktionen auf die Bühne gebracht worden. Wir haben uns ein Publikum erspielt – es verführt, gelockt, provoziert, es gefordert, an der Hand genommen und durch den Dschungel unserer verrückten Zeit geführt. Wir sind Menschen, die teils unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch alle sind wir uns in Toleranz und Solidarität verbunden, suchen nach künstlerischer Wahrhaftigkeit, gehen gemeinsam an unsere Grenzen und geben nicht auf. Die Vielgestaltigkeit unseres Ensembles spiegelt sich in unserem Publikum wider. Zu unseren Zuschauern zählen Menschen jeglichen Alters und Spektrums.

Wir machen uns viele Gedanken darüber, wie wir mit unserem Publikum kommunizieren, ihm unsere Beobachtungen der Welt, der Gegenwart und des Menschen nahebringen können So suchen wir stets die brennenden Themen der Gegenwart auf, durchschürfen die Geschichte nach Stücken und Stoffen, aus denen sich zeitgemäße Parabeln formen lassen. Wir schöpfen neu und nach, analysieren, schreiben, komponieren, übersetzen, inszenieren und spielen.

Wir schrecken vor Tabus nicht zurück. Unsere Handschrift ist unverkennbar – urban, existentiell und satirisch. Innerhalb der letzten Jahre haben wir eine eigene Form des dokumentarischen Theaters entwickelt. Immer wieder geht es in diesen Stücken um die deutsche Identität. Der Serienmörder Peter Kürten aus der Endphase der Weimarer Republik, die Kanzlergattin Hannelore Kohl, die RAF und der Stammheimprozess – all diese Themen sind Facetten unserer kulturellen Identität, an denen wir die eigenen nationalen Denkmuster und deren Ursprünge überprüfen. Musik und Sound treten als ebenbürtige Partner zum Text hinzu.

Wir müssen mit geringen Mitteln auskommen und bringen uns regelmäßig an den Rand der eigenen Kräfte und Belastbarkeit. Dennoch gehen wir unseren Weg. Wir haben uns das Vertrauen und die Wertschätzung unseres Publikums, der Presse, der Kommune und des Landes hart erarbeitet und redlich verdient und suchen stets danach, die eigenen Maßstäbe höher zu setzen.

 

 

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