Florian Wetter

Schauspieler, Musiker, Autor, Komponist und Leiter der Immoralisten

Breit gefächert sind seine Interessen und Talente, doch für ihn selbst ist alles, was er macht, Musik und eine Möglichkeit, über die eigenen Grenzen hinauszuwachsen. 

Blut am Theater leckt er, mit vierzehn Jahren als er seine erste Bühnenmusik für eine Produktion an der Schule schreibt. Er möchte Komponist werden und Musicals komponieren, interessiert sich aber zunehmend für die Avantgarde und die Vermittlung von Musik. Er gibt Seminare und Werkeinführungen für klassische und zeitgenössische Musik, schreibt Kritiken für die Feuilletons diverser Tageszeitungen und komponiert. Nach dem Abitur kommt er nach Freiburg, beginnt, übergangsweise Chinesisch zu studieren und sich auf die Aufnahmeprüfung an der Hochschule vorzubereiten. 

2001 springt er für einen ausgefallenen Schauspieler in der ersten Theaterproduktion der Immoralisten ein und entdeckt eine neue Seite an sich. Er studiert Musik und Musiktheorie an der Musikhochschule und Anglistik an der Universität Freiburg und arbeitet nebenher am Projekt Immoralisten. 2005 verbindet er seine Leidenschaften miteinander und gründet das Hörspiellabel Bagheera, für das er einige Hörspiele schreibt und produziert, darunter Der Untergang des Hauses Usher nach Poe und Das hohe Fenster nach Raymond Chandler. Nach dem Studium entscheidet er sich gegen eine akademische Laufbahn und versucht, als freier Künstler Fuß zu fassen.

Im Februar 2011 eröffnet er mit seinem langjährigen Mitstreiter Manuel Kreitmeier das Theater der Immoralisten, übernimmt dessen unternehmerische Geschicke, und spielt in den folgenden Jahren etliche große Partien und Charakterrollen von Molière bis Dennis Kelly, von Marc Ravenhill bis Shakespeare. 2012 komponiert er das erste Mal nach langem Schweigen die Musik zu Axt im Kopf und führt damit den Klang als vierte Dimension der Bühne im Theater der Immoralisten ein. Pro Jahr gibt es nun mindestens eine eigene, live-aufgeführte Bühnenmusik.

2016 hat seine Neudichtung von Schuld und Sühne für die Bühne Premiere. Er vertieft die schriftstellerische Arbeit und verfasst in den kommenden Jahren Übersetzungen und Theaterstücke, darunter gemeinsam mit Kreitmeier die Trilogie über den Ersten Weltkrieg, für die er selbst die Partien von Lenin und Präsident Wilson übernimmt.

Er sieht sich selbst als Weltenreisender, der mit jeder neuen Produktion einen noch unbekannten Teil von sich erkundet.

Wichtige Arbeiten:
„BAAL“ von Bertolt Brecht (Musik), 2013
„STAMMHEIM“ von Kreitmeier & Wetter (Musik & Schauspiel), 2014
„BERNARDA ALBAS HAUS“ von Federico Garciá Lorca (Übersetzung & Schauspiel), 2015
„SCHULD & SÜHNE“ nach Fjodor M. Dostojewski (Text, Musik & Schauspiel), 2016
„1914, 1917, 1917“ von Kreitmeier & Wetter (Text, Musik & Schauspiel), 2017
„MRS. DALLOWAY“ (Text, Schauspiel)
„FRÄULEIN JULIE“ (Übersetzung)
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